Letztes Update am Mi, 13.02.2019 17:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aare 2019

Hirscher kämpft mit Erkältung, WM-Start aber nicht in Gefahr

„Marcel ist krank. Erkältung und Halsweh. Pressekonferenz abgesagt“, teilte der Pressesprecher von ÖSV-Star Hirscher am Mittwoch mit. Ein Start im WM-RTL am Freitag sei aber nicht gefährdet.

Marcel Hirscher ist Österreichs Gold-Hoffnung bei der Ski-WM in Aare.

© gepaMarcel Hirscher ist Österreichs Gold-Hoffnung bei der Ski-WM in Aare.



Aare - Der Höhepunkt des Ruhetages bei der Ski-WM in Aare hätte die für 17.00 Uhr geplante große, internationale Pressekonferenz mit Superstar Marcel Hirscher (29) werden sollen. Um 14.32 Uhr kam Hektik im Pressezentrum auf, Pressesprecher Stefan Illek teilte die Erkrankung des zweifachen Titelverteidigers und Absage des einzigen Medientermins vor den Rennen mit.

"Marcel ist krank. Pressekonferenz abgesagt. Keine Medienaktivitäten möglich", wurde in der Whatsapp-Gruppe für die Medienvertreter in Schweden verbreitet. Der Salzburger ist Titelverteidiger im Riesentorlauf am Freitag und im Slalom am Sonntag.

Antreten nicht in Gefahr

Später gab es eine weitere Erklärung dazu. Das Antreten von Hirscher sei nicht in Gefahr. Wie Illek mitteilte, handelt es sich bei der Absage der Pressekonferenz um eine Vorsichtsmaßnahme.

"Es ist eine Erkältung und Halsweh. Fakt ist aber, wenn er sich zum Medientermin setzt und eine Stunde lang redet, wird das nicht besser. Nach Beratung mit dem Physio hat man gesagt, es ist gescheiter, er macht eine Pause, um am Freitag voll fit zu sein. Das ist im Prinzip alles", sagte Illek.

Hirscher ließ sich in der Früh daheim noch behandeln und trat die Flugreise nach Östersund mit einer Stunde Verspätung an. Die Zeit im Flieger nützte er zum Schlafen, nach Ankunft in Schweden und Beratung mit dem Physiotherapeuten entschied man sich zur Absage des Medientermins.

"Zwei Tage vor der WM riskiert man nichts"

Hirscher ließ sich in der Früh daheim noch behandeln und trat die Flugreise nach Östersund mit einer Stunde Verspätung an. Die Zeit im Flieger nützte er zum Schlafen, nach Ankunft in Schweden und Beratung mit dem Physiotherapeuten entschied man sich zur Absage des Medientermins.

"Wenn morgen Einfahren oder Hangfahren ist, dann wird er das auch machen", versicherte Illek. "Es ist nur so, dass es besser ist, dass es diese Pressekonferenz heute nicht gibt, zwei Tage vor der WM riskiert man nichts, der Tag morgen wird normal verlaufen."

Auch bei WM in St.Moritz erkrankt

Vor zwei Jahren bei der WM in St. Moritz war Hirscher nach dem Super-G (21.) erkrankt. Er hütete nach schlafloser Nacht wegen Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur mit einer Wärmeflasche das Bett und musste das Abfahrtstraining für die Alpine Kombination auslassen.

Bereits am nächsten Tag trainierte er wieder Slalom, infolge gewann er noch Kombi-Silber, wurde mit dem Team Fünfter und ließ jeweils Gold in Riesentorlauf und Slalom folgen.

Konzentration auf RTL und Slalom

Der Plan des siebenfachen Gesamtweltcupsiegers für Aare ist die Konzentration auf seine zwei Paradedisziplinen. Der 29-Jährige reiste dazu plangemäß erst am (heutigen) Mittwoch mit seinem Trainer Michael Pircher direkt von Salzburg nach Östersund an, von wo es weiter nach Aare ging. Hirscher trainierte zuletzt auf der Reiteralm und in Annaberg und machte von Montag bis Mittwoch Skipause.

Seine Serviceleute mit 25 bis 30 Paar Ski im Gepäck und Vater Ferdinand hatten sich am Montag mit Autos auf dem Weg in den Hohen Norden gemacht. Die hohe Anzahl Ski könnte wichtig sein, denn die Bedingungen am Rennhang könnten äußert schwierig werden. Am Mittwoch stürmte und regnete es, die Piste dürfte mit viel Salz behandelt werden. Für den Riesentorlauf am Freitag sind Plusgrade vorhergesagt.

So geht es bei der Ski-WM in Aare weiter