Letztes Update am So, 10.03.2019 20:47

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Achtbares Ende einer bitteren Saison: Haie siegen in Znojmo 5:3

Nach einem 5:3 in Znojmo beendeten die Haie die Saison in der Erste Bank Eishockeyliga auf Platz neun. Drei Siege in Serie kamen in der Quali-Runde viel zu spät. HCI-Vorstand Norbert Ried hakt ein.

Für einige Cracks wie Top-Torjäger Andrew Yogan (M.) geht die Zeit in Innsbruck zu Ende. Auf John Lammers (r.) wartet hingegen eine weitere und fünfte Saison im Haifischbecken.

© Amir BeganovicFür einige Cracks wie Top-Torjäger Andrew Yogan (M.) geht die Zeit in Innsbruck zu Ende. Auf John Lammers (r.) wartet hingegen eine weitere und fünfte Saison im Haifischbecken.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach 54 Spielen und ohne abermalige Play-off-Teilnahme ist das Spiel für die Innsbrucker Haie in dieser Saison vorzeitig aus. Dabei wollte man nach zweimaliger Viertelfinal-Teilnahme heuer den nächsten Schritt machen, sprach vor dem Start sogar das Halbfinale als (übertriebenes) Ziel an. Zwei 5:1-Heimsiege gegen Dornbirn und Linz sowie der Erfolg in Znojmo waren „nur“ noch für die Galerie einer Truppe, die sich an vielen Positionen ändern wird.

Am Ende einer enttäuschenden Saison hat man von den Goalies angefangen (Matt Climie, Janne Juvonen, Luca Gracnar) über die Verteidiger (Mike Boivin, Nick Ross, Sacha Guimond, Lubomir Stach, Tomas Kudelka, Jonathan Carlsson) bis zu den Angreifern (Tyler Spurgeon, John Lammers, Andrew Yogan, Andrew Clark, Ondrej Sedivy, Mario Lamoureux, Alexandre Lavoie, Levko Koper, Tomas Netik) 18 (!) Legionäre verbraucht.

Andrew Clark brachte es in drei Jahren auf 185 (!) Scorerpunkte. Auch seine Tage in Innsbruck sind gezählt.
Andrew Clark brachte es in drei Jahren auf 185 (!) Scorerpunkte. Auch seine Tage in Innsbruck sind gezählt.
- Amir Beganovic

„Mir wird fast schlecht bei dieser Zahl. Sportlich haben wir in allen Belangen versagt“, schüttelt sich Norbert Ried, der seine Vorstandstätigkeit mit Ende dieser Saison beendet, durch. Die vielen Tauschvorgänge – Climie, Juvonen und Carlsson waren nur auf Try-out, Stach und Koper mussten vorzeitig gehen, dafür kamen noch Kudelka und Netik an Bord – hätten nichts gebracht.

„Der ein oder andere Wunschspieler des Trainers war nicht finanzierbar und bei uns sind auch 5000 Euro viel Geld. Ich möchte aber betonen, dass jeder Spieler in dieser Saison mit dem Einverständnis des Trainers verpflichtet wurde“, stellt er klar: „Ich scheide definitiv aus dem Vorstand aus und so wie es momentan aussieht, ziehe ich mich komplett zurück.“ Zwischen den Zeilen schwingt ein „Ich bin schon ein bisschen enttäuscht“ mit. Und für einen wie Goalie Gracnar breche er eine Lanze.

Ried hatte drei Jahre die Geschicke im Vertragswerk inne, die jetzt wieder in Richtung von Obmann Günther Hanschitz wandern. Genau gesagt erhält Pallin ein Budget und kann sich sein „neues“ Team zusammenbauen. Außer Lammers, Spurgeon und Boivin (zwei Jahres-Verträge) halten von den Imports wohl nur Sedivy (passt Preis-Leistung) und Guimond gute Karten für einen Verbleib.

Ried liegt nichts daran, böses Blut zu schüren: „Ich habe mich mit dem Club identifiziert, wollte mich immer für die Mannschaft einsetzen. Und ich hoffe, das Team kommt wieder in die Spur.“

Den starken Gegenpol eines hauptamtlichen Managers wird es weiter nicht spielen, es liegt an Rob Pallin, der die Haie ja zweimal stark ins Play-off führte, sich neu zu beweisen. „Er hat die Chance, diese Saison zu korrigieren“, sagt Ried. Die neue Legionärsbeschränkung (nur noch elf Imports sind 2019/20 erlaubt) macht es nicht leichter ...

EBEL-Ergebnisse Sonntag

Qualifikationsrunde:

HC Znojmo - HC Innsbruck 3:5 (1:3,1:2,1:0)

Black Wings Linz - VSV 4:3 (1:0,1:2,2:1)

Pick Round:

Graz 99ers - HCB Südtirol 6:3 (1:0,3:1,2:2)

KAC - Fehervar AV19 2:3 (1:0,1:3,0:0)

Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 6:5 n.P. (2:3,3:0,0:2;0:0)




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