Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 30.08.2019


EBEL

Thörnberg hält bei den Haien die schwedische Fahne hoch

Am Eis hat der einzige Schwede im Haie-Kader bereits Spuren hinterlassen, in den ersten Vorbereitungsspielen gab er bereits dreimal seine Visitenkarte ab.

Jesper Thörnberg will mit dem HC Innsbruck für Furore sorgen. In der laufenden Vorbereitung hinterließ der Schwede einen guten Eindruck.

© Michael KristenJesper Thörnberg will mit dem HC Innsbruck für Furore sorgen. In der laufenden Vorbereitung hinterließ der Schwede einen guten Eindruck.



Von Tobias Waidhofer

Innsbruck – Eigentlich hätte Jesper Thörnberg am Mittwoch noch das große Finale absolvieren sollen. Denn beim Teambuilding am Golfplatz Zillertall-Uderns bewies der neue schwedische HCI-Angreifer ebenso Ballgefühl wie Routinier John Lammers. Das Stechen der beiden fiel aber ins Wasser – und das hatte gleich vier gute Gründe.

Denn der Neo-Hai eilte zum Flughafen Innsbruck, um seine Frau und seine drei Kinder in Empfang zu nehmen – die Familie Thörnberg ist also wieder komplett. Fünf Monate alte Zwillinge versprechen dabei viel Action im Domizil am Ölberg über Innsbruck. „Früher hab ich gerne an der Konsole gezockt, aber dafür bleibt nun fast keine Zeit mehr. Es dreht sich alles um die Kinder“, grinst der 28-Jährige.

Am Eis hat der einzige Schwede im Haie-Kader bereits Spuren hinterlassen, in den ersten Vorbereitungsspielen gab der Topscorer der dänischen Liga 2018/19 bereits dreimal seine Visitenkarte ab: „Es ist immer schön, früh zu treffen, dann brauche ich darüber nicht mehr nachzudenken.“ Im Gegensatz zu so manchem Haie-Torjäger der Vergangenheit will sich Thörnberg, passend zur schwedischen Mentalität, nicht selbst zu wichtig nehmen: „Es macht Spaß, Tore zu erzielen, aber es macht noch mehr Spaß, mit der Mannschaft zu gewinnen.“ Die ersten Eindrücke der neuen Heimat seien gut. „Es ist eine wunderschöne Stadt, die Leute und meine Teamkollegen sind auch toll.“

Die EBEL kennt er nur aus Erzählungen: „Ich habe gehört, dass es eine offensive Liga und das Niveau wohl höher als in Dänemark ist.“ Dort hat Thörnberg vergangene Saison in 40 Spielen 33 Tore erzielt. „Er fliegt über das Eis, hat einen harten Schuss und gibt niemals auf“, schwärmt Coach Pallin über jenen Mann, der als Karriere-Highlight einen Treffer bei der U20-WM 2011 angibt und aus einer Hockey-Familie stammt: Sein älterer Bruder Martin spielte bereits in der KHL und ist aktuell in der ersten schwedischen Liga engagiert, wo auch Vater Ole Ende der 80er-Jahre seine Spuren hinterlassen hat.

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Bereits heute (20 Uhr) will der Familienvater beim Schweizer Zweitligisten HC Thurgau wieder treffen. Die Haie treten dabei ohne Kapitän Tyler Spurgeon an, der zuletzt mit Fieber im Bett lag.