Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 06.09.2019


EBEL

Haie-Schwergewicht Broda will seinen guten Ruf bestätigen

Innsbrucks Eishockey-Haie testen heute (19.15 Uhr) zu Hause gegen die Straubing Tigers. Joel Broda und Co. nähern sich dem Saisonauftakt.

Sohn Jackson bringt die Augen bei HCI-Legionär Joel Broda zum Leuchten.

© Amir BeganovicSohn Jackson bringt die Augen bei HCI-Legionär Joel Broda zum Leuchten.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Eine Woche vor dem Meisterschaftsstart in der Erste Bank Eishockeyliga haben die Innsbrucker Haie heute den DEL-Klub Straubing Tigers vor der Brust. Und die Rädchen sollen wieder ein Stück weit besser ineinandergreifen. Eine Aufgabe, die sich Neuzugang Joel Broda heute in der Tiwag-Arena in einer Sturmlinie mit den beiden Haie-Dinos Tyler Spurgeon und John Lammers teilt.

Broda ist in der EBEL nach 183 Partien und 157 Scorerpunkten für Bozen (eine Saison), Linz (2) und zuletzt in Dornbirn vielen ein Begriff. Der 29-jährige Kanadier, der letzte Saison aufgrund einer Schulterverletzung nur 22 Spiele absolvieren konnte, hat sich längst einen guten Namen gemacht. „Ich will wieder ein gutes Jahr haben und meinen Ruf bestätigen“, sagt er ruhig und gesetzt.

Broda, der in jungen Profi-Jahren einen Dreijahresvertrag bei NHL-Klub Minnesota Wild unterschrieben hat, aber nie zu einem Einsatz in der besten Liga der Welt kam, hat schon zu viel erlebt, um große Prognosen zu machen. Deswegen gehe es darum, „so gut wie möglich zu spielen“ – das heißt, „stark am Puck und körperlich präsent zu sein“. Dass er sich auch in der Defensive in der Verantwortung sieht, gefällt Headcoach Rob Pallin mit Sicherheit.

Schwergewicht Broda kommt aus der kanadischen Provinz Saskatchewan. Und dort werde einem der Eishockey-Schläger quasi in die Wiege gelegt. Auch die verstorbene NHL-Legende Gordie Howe stammt ja von dort.

In der DNA eines Hockeyspielers steht aber auch geschrieben, dass man ein Weltbürger ist. „Ich liebe es, verschiedene Plätze und Städte kennen zu lernen. Man muss sich immer freuen, wo man ist und offen bleiben“, diktiert der kanadische Sturmtank, der auch privat alle Hände voll zu tun hat. Töchterchen Sophie (2 Jahre) und Sohn Jackson (5 Monaten) halten Broda schließlich auf Trab. „Aber ich liebe diese Zeit mit meinen Kindern“, sagt der stolze Papa.

Heute fühlt Broda den Straubing Tigers auf den Zahn. Ein gutes Stichwort: Mit 15 bekam Broda einen Puck ins Gesicht und verlor vier Zähne. Das große „Facelifting“ folgt nach der Karriere.