Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 20.09.2019


EBEL

Bei den Innsbrucker Haien stehen Punkte über Beziehungen

Im zweiten Saisonheimspiel gegen Znojmo zählt für die Haie heute (19.15 Uhr) nur ein Sieg.

Mit grimmigem Blick will Jan Lattner (r.) gegen Znojmo siegen.

© gepaMit grimmigem Blick will Jan Lattner (r.) gegen Znojmo siegen.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach einem Spiel der vergebenen Chancen gegen Dornbirn (1:2 nach Verlängerung) wollen es die Haie vor den heimischen Fans in der Tiwag-Arena im Torabschluss besser machen.

„Wenn wir 100 Prozent bringen, verlassen wir das Eis als Sieger“, spricht Ondrej Sedivy mit dem Brustton der Überzeugung. Der 29-jährige Angreifer, der ja vom HC Znojmo kam, stürmt bereits die vierte Saison für die Haie: „Die ersten ein, zwei Jahre waren die Duelle gegen Znojmo speziell. Aber mittlerweile fühle ich mich hier mehr zu Hause“, diktiert Sedivy, der auf seinen Ex-Coach Miroslav Frycer trifft. Apropos treffen: „Bisher habe ich nicht so viele Tore gegen Znojmo geschossen. Es wäre gut, wenn sich das ändern würde. Aber das Wichtigste sind drei Punkte“, will Sedivy seinem in Innsbruck geborenen Töchterchen Anna (2,5 Jahre) drei Punkte und einen strahlenden Papa servieren. Dafür will er mit seinen 22-jährigen Linienpartnern Miha Zajc und Daniel Wachter viel Betrieb machen: „Wir müssen uns weiter verbessern. Aber wenn wir uns viel bewegen, sind wir schwer zu verteidigen.“

Jan Lattner kam im Sommer aus Znojmo nach Innsbruck. Und der 29-Jährige hat einen besonderen Link zum heutigen Gegner. Sein bester Freund Ales Sova hat dort angeheuert und wohnt jetzt sogar in Lattners Haus. Aber natürlich stehen auch beim Haie-Verteidiger bei der heutigen Eiszeit drei Punkte ganz klar vor persönlichen Beziehungen. „Ich bin der Meinung, dass wir das bessere Team sind“, sagt Lattner. Den Beweis müssen die Haie heute im Kollektiv antreten.

„Wir haben in dieser Woche viele Kleinigkeiten in unserem Spiel verbessert, jetzt müssen wir das aber auch auf dem Eis entscheiden“, fordert Headcoach Rob Pallin seinen kompletten Kader auf.

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