Letztes Update am Sa, 28.09.2019 21:36

APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EBEL

Der nächste Stich ins Haie-Herz: Blitz-K.o. in der Nachspielzeit

Es ist zum Verzweifeln: Die Haie verloren trotz enormem Aufwand auch das fünfte Ligaspiel mit nur einem Tor Differenz – 2:3 n. V. gegen die Vienna Capitals.

Traf zum 2:1 und scheute keinen Zweikampf – Haie-Angreifer Jeser Thörnberg (r.).

© gepaTraf zum 2:1 und scheute keinen Zweikampf – Haie-Angreifer Jeser Thörnberg (r.).



Von Alex Gruber

Innsbruck – Nicht einmal 24 Stunden nach der denkbar bitteren 0:1-Niederlage gegen den KAC mit dem Gegentreffer vier Sekunden vor Schluss mussten die Haie am Samstag schon wieder gegen das nächste Spitzenteam ran. „Es fühlt sich beschissen an“, hatte Verteidiger Thomas Vallant am Vorabend nach einer leidenschaftlichen, aber letztlich punkte­losen Darbietung gegen den KAC diktiert. So etwas muss erst einmal raus aus den Köpfen. Und dann fingen sich die Innsbrucker gegen die Caps am Samstag nach nur 101 Sekunden das 0:1 ein. Da schwante einem Böses, aber die Haie bewiesen einmal mehr, was für ein Löwenherz sie besitzen. Jesper Thörnberg und Ondrej Sedivy ließen im ersten Powerplay die Chance aufs 1:1 ebenso aus wie später Daniel Wachter. Routinier John Lammers hämmerte die Scheibe dann zum 1:1 (17.) ins Eck.

Im zweiten Drittel hatten die Hausherren durch Vallant (23.) und Joel Broda (25.)nach feiner Herbert-Vorlage zwei Hochkaräter, danach drückten klarerweise die Gäste, nicht zuletzt wegen einer vier­minütigen Überzahl gegen Ende des Abschnitts. Innsbruck-Goalie C. J. Motte hielt mit großartiger Unterstützung seiner Vorderleute den Kasten sauber.

Im Schlussdrittel gingen die Haie im vierten Heimspiel erstmals in Führung: Thörnberg traf im Powerplay zum 2:1. Die Uhr tickte gegen die Caps, die in einem Powerplay 106 Sekunden vor Schluss zum 2:2-Ausgleich kamen. Und nach 42 Sekunden der Verlängerung traf Try Loney die Haie mit dem 2:3 mitten ins Herz.

Es war nach Dornbirn (1:2 n. V.), Znojmo (2:3), Fehervar (6:7 n.V.) und dem KAC (0:1) die fünfte Niederlage mit nur einem Tor Differenz. Ein Punkt wanderte aufs Konto. „Ich spiele schon lange Eishockey, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Es ist frustrierend, mit solchen Leistungen gegen zwei Topteams zweimal zu verlieren“, war Tyler Cuma im HCI-Lager restlos bedient.

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