Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 11.10.2019


EBEL

Haie machen in Graz Jagd auf Bonuspunkte

Bei den Graz 99ers wartet heute (19.15 Uhr) Ex-Kollege Philipp Lindner auf die Innsbrucker Haie, die sich erneut so teuer wie möglich verkaufen wollen.

Es war einmal, dass Philipp Lindner die Haie-Fans in Ekstase versetzte. Heute verteidigt er für die Graz 99ers gegen seinen Exklub.

© gepaEs war einmal, dass Philipp Lindner die Haie-Fans in Ekstase versetzte. Heute verteidigt er für die Graz 99ers gegen seinen Exklub.



Von Alex Gruber

Innsbruck – Die Ausgangslage in der Erste Bank Eishockeyliga hat sich in dieser Saison für die Haie auch beim Treffen mit den Graz 99ers geändert. Das liegt nicht nur daran, dass die Steirer bereits in der Vorsaison alle vier direkten Duelle gewinnen konnten. Mit Platz eins nach dem Grunddurchgang löste das Team von Doug Mason auch das Ticket für die ­Champions Hockey League, wo man nach der 1:2-Heimniederlage ­gegen Hradec Kralove (TCH) aber keine Chance mehr aufs Weiterkommen in der ­Gruppenphase hat.

Wer in der europäischen Königsklasse spielt, ist aber in einer anderen Liga angekommen. Und so spielen die 99ers konstant mit vier Linien auf. Nach seinem Wechsel aus Innsbruck ist auch Philipp Lindner in der steirischen Landeshauptstadt am Eishockey-Puls der Zeit. Der 24-jährige Ex-Hai stand bislang in allen Partien im Line-up und freut sich am heutigen Abend auf ein Duell gegen den Exklub: „Ich bin in Innsbruck aufgewachsen und hatte dort tolle Jahre. Ein Treffen mit alten Kollegen ist immer etwas Besonderes. Am Eis muss man das Ganze aber als Spiel wie jedes andere behandeln“, wird der freundschaftliche Austausch mit „Spezl“ Daniel Wachter oder den Routiniers Tyler Spurgeon und John Lammers erst nach dem Match erfolgen.

Nach dem erfolgreichen Wochenende mit dem Penalty-Sieg über Bozen (3:2) und Auswärtserfolg in Villach (7:6 n. V.) wollen die Haie ein weiteres Mal in der Außenseiterrolle anschreiben, zumal es am Sonntag (17.30 Uhr) zuhause gegen Tabellenführer Salzburg nicht leichter wird. „Unser Spiel ist geprägt von Einsatz und Kampf. Das ist unsere Identität, nur so werden wir Erfolg haben“, fordert Haie-Coach Rob Pallin wieder bedingungslose Leidenschaft ein. Auf Verteidiger Tyler Cuma, der gegen Bozen einen Schuss auf den Knöchel abbekam, muss er heute verzichten. Wie gefährlich auch angeschlagene Haie trotz eines kleinen Kaders in dieser Saison sein können, hat auch Lindner registriert. „Sie sind ganz sicher nicht zu unterschätzen. Und man darf in dieser Liga sowieso über 60 Minuten niemanden Luft schnappen lassen.“

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