Letztes Update am Mi, 16.10.2019 15:07

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Skispringen

FIS trägt laut Walter Hofer Mitschuld bei Knieverletzungen

„Wir haben das Problem, dass der Athlet mit seinem Ski nach der Landung nicht mehr skifahren kann“, erklärte der Rennleiter des Internationalen Skiverbandes.

FIS-Rennleiter Walter Hofer.

© gepa bachunFIS-Rennleiter Walter Hofer.



Antholz – FIS-Rennleiter Walter Hofer hat eine Mitschuld des Internationalen Skiverbandes (FIS) an der Häufung von Kreuzbandverletzungen bei Skispringern bei der Landung eingeräumt. „Daran sind wir nicht ganz unschuldig“, sagte der 64-jährige Kärntner am Mittwoch beim Forum Nordicum der nordischen Wintersportjournalisten in Antholz.

„Wir haben das Problem, dass der Athlet mit seinem Ski nach der Landung nicht mehr skifahren kann“, betonte Hofer. Man habe die Verletzungsproblematik von der Anlauf- und Flugphase in die Landung transferiert.

Hofer, der nach diesem Winter als Direktor Skispringen beim Weltverband in dieser Funktion aufhört, erklärte: „Die Skisprung-Ski werden nicht mehr zum Skifahren, sondern nur noch zum Fliegen gebaut.“ Möglich ist das, weil die Anlaufspur auf der Schanze mittlerweile nicht mehr aus Schnee, sondern aus Keramik und Eis besteht und die Sportler daher viel sicherer in der Spur bleiben. Eine Lösung für das Problem habe die FIS noch nicht gefunden.

Es gebe aber Ansätze und Überlegungen, durch die Punktevergabe bei der Landung auf die Problematik zu reagieren. Zudem werde nach materialtechnischen Lösungen gesucht. (APA/dpa)