Letztes Update am Fr, 18.10.2019 10:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

ÖSV setzt auf den Hirscher-Spirit: „Der letzte Baustein heißt Ferdl“

ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel ist Realist genug, um sich nicht erneut den Gesamtweltcup zu erwarten. Im Nationencup soll allerdings rot-weiß-rot die Modefarbe bleiben.

ÖSV-Oberhaupt Peter Schröcksnadel ist wie meist guter Dinge.

© gepaÖSV-Oberhaupt Peter Schröcksnadel ist wie meist guter Dinge.



Innsbruck – Wenn ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel von etwas überzeugt ist bzw. Lunte riecht, dann fackelt er nicht lange. Kaum hatte ihn Marcel Hirscher über dessen Rücktrittspläne informiert, begannen bereits die präsidialen Überlegungen, wie man denn die frei werdenden Kapazitäten und das unersetzliche Know-how bestmöglich in seinen Skiverband integrieren könnte. Mission geglückt.

Der langjährige Hirscher-Trainer Michael „Mike“ Pirchner wird, wie es anlässlich des traditionellen Medienheurigen in Wien hieß, mit „Spezialaufgaben“ betraut. Der Salzburger soll im Herrenbereich dafür Sorge tragen, dass die Lücke zwischen Europacup und Weltcup kleiner wird. „Der Übergang in den Weltcup ist eine Hürde und international ein schwieriger Schritt. Erfahrung und Know-how aus dem Hirscher-Team sollen speziell für diese Athleten genützt werden“, erklärte Neo-Sportdirektor Toni Giger, sprach von einem „beratenden Team“ und der Hoffnung, „den Hirscher-Spirit optimal einzusetzen“. Ganz im Sinne von Schröcksnadel: „Wir haben das Betreuerteam von Marcel so weit integriert. Der letzte Baustein ist Ferdl, in den nächsten ein, zwei Wochen wird der Vertrag gemacht.“

Nach dem Rücktritt von Marcel Hirscher und in Kenntnis der Übermacht von Mikaela Shiffrin sieht sich der ÖSV im Kampf um die Gesamtweltcups nur in einer „Lauerstellung“. „Nicht unmöglich, aber schwierig“, nannte dies Schröcksnadel. „Wir dürfen die Erwartungen nicht so hoch schrauben, aber man weiß ja nie, was passiert.“ Hirscher gewann von 2012 bis 2019 achtmal in Folge, Shiffrin geht auf ihren vierten Gesamtsieg los.

Dass der Nationencup weiterhin in rot-weiß-roter Hand bleiben soll, muss nicht näher erläutert werden. Für „durchaus drinnen“ hält Schröcksnadel auch einzelne Disziplinenwertungen. Außerdem kritisierte er die Doping- ermittlungen gegen Hannes Reichelt. (TT, APA)

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