Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 25.10.2019


EBEL

Die Haie wollen den Adlern wieder die Flügel stutzen

Auf die Innsbrucker Haie warten drei Spiele in vier Tagen. Ein Heimsieg gegen Villachs Adler genießt heute (19.15 Uhr) oberste Priorität.

Möchte auch heute nach einem Sieg gegen Villach die Welt umarmen – HCI-Topscorer Mike Boivin.

© gepaMöchte auch heute nach einem Sieg gegen Villach die Welt umarmen – HCI-Topscorer Mike Boivin.



Von Alex Gruber

Innsbruck — Die Brust der Haie ist nach dem 4:1-Sieg über Graz durchaus breit. Insbesondere bei den beiden Marathonmännern Mike Boivin (27:43 Minuten Eiszeit pro Spiel) und Sacha Guimond (27:13), die vor dem Villacher Kevin Schmitz (25:53) und Teamkollege Jan Lattner (25:29) in dieser Statistik das Liga-Ranking anführen.

„Wir sind es gewöhnt. Und unsere Körper sind gebaut für viele Minuten", grinst Boivin, der mit 13 Punkten zur Stunde neben Joel Broda auch Topscorer im Dress der Haie ist. Die Frohnatur lernte auf der Hungerburg dieser Tage kanadische Touristen kennen, die dann gestern gleich zum Abschlusstraining kamen. „Ich sammle Fans", lacht der 28-jährige Rotschopf. Geht's der Seele gut, geht's in der Regel ja auch dem Körper gut. Und so steckt an Boivins Seite auch Guimond (28) die vielen Einsatzzeiten weg.

Erste Bank Eishockey Liga, 13. Runde

Freitag, 19.15 Uhr:
Vienna Capitals - Liwest Black Wings
KAC - HC Znojmo
Red Bull Salzburg - HCB Südtirol
Moser Medical Graz99ers - Fehervar AV19
HC TWK Innsbruck - Panaceo VSV

Weil Tyler Cuma — der Zimmerkollege von Boivin — mindestens noch eine Woche verletzungsbedingt fehlen wird, kommen auf die HCI-Verteidiger wieder Extraschichten zu, zumal nach dem Villach-Heimspiel ein Auswärtsdoppelpack in Linz (Sonntag) und Znojmo (Montag) wartet. Und spätestens beim dritten Match in nur vier Tagen, das wissen Boivin und Guimond, müsse man in Sachen Energiemanagement dann schon besonders clever agieren.

„Das Wichtigste sind jetzt drei Punkte gegen Villach, bevor wir auf die Straße gehen", nennt auch Headcoach Rob Pallin das Kind beim Namen. Auswärts lieferte man den Adlern nach einem 1:5-Rückstand einen heroischen Fight und ging nach Verlängerung dann sogar noch als 7:6-Sieger vom Feld. Da lernten die Kärntner die Steherqualitäten der Haie kennen.

VSV-Schlüsselspieler Jamie Fraser gelte es heute laut Pallin aus dem Spiel zu nehmen, Powerplays für die Gäste (Villach stellt gegenwärtig mit 29,4 Prozent das beste Überzahl-Spiel der Liga) zu vermeiden. Zumal die Innsbrucker in Sachen Penaltykilling derzeit die rote Laterne (73,2 %), übrigens vor dem VSV (75,8 %), tragen.

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