Letztes Update am So, 27.10.2019 08:17

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

17-jährige Robinson stahl Shiffrin in Sölden die Riesentorlauf-Show

Der Auftaktsieg der Neuseeländerin Alice Robinson wurde am Samstag von der schweren Verletzung von ÖSV-Läuferin Bernadette Schild überschattet. Die Tiroler Lokal-Matadorin Franziska Gritsch stürmte in der Entscheidung noch in die Top Ten.

Die Top drei in Sölden: Mikaela Shiffrin und Tessa Worley (r.) nahmen Siegerin Alice Robinson in die Mitte.

© AFPDie Top drei in Sölden: Mikaela Shiffrin und Tessa Worley (r.) nahmen Siegerin Alice Robinson in die Mitte.



Sölden - Sensation zum Saisonauftakt in Sölden: Die erst 17-jährige Neuseeländerin Alice Robinson gewann am Samstag den Riesentorlauf am Rettenbachferner und feierte ihren ersten Weltcupsieg. Ski-Dominatorin Mikaela Shiffrin (USA/+ 0,06 Sekunden) blieb nur Platz zwei. Vorjahressiegerin Tessa Worley (FRA/+ 0,36 Sekunden) komplettierte als Dritte das Podest.

"Das ist unglaublich, mir fehlen die Worte. Davon habe ich immer geträumt", gab Robinson, geplagt von einem Hustenanfall, nach dem Rennen zu Protokoll. Shiffrin gratulierte dem Teenager fair: "Sie hat sich den Sieg heute verdient. Ich bin mit dem Podestplatz im ersten Bewerb aber auch zufrieden."

Porträt: Alice Robinson - Vom anderen Ende der Welt ins Ski-Rampenlicht

Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz von Bernadette Schild. Die Salzburgerin wurde nach wenigen Toren im 2. Durchgang ausgehebelt und knickte weg. Die 29-Jährige blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht im Schnee liegen und griff sich gleich ans Knie. Schild musste nach der Erstversorgung mit dem Hubschrauber ins Sanatorium Kettenbrücke nach Innsbruck abtransportiert werden. Dort bestätigten sich die Befürchtungen: Kreuzbandriss - Saison-Aus!

Gritsch raste auf Rang sieben vor

Beste Österreicherin am Rettenbachferner wurde Lokal-Matadorin Franziska Gritsch. Die Ötztalerin stürmte im Finale von Rang 28 auf Platz sieben vor und rettete die ÖSV-Ehre. "Ich habe mir gedacht: 'Alles oder nichts!' Für mich war der 2. Durchgang richtig super. Ich freue mich wahnsinnig, dass ich mein Können im Rennen zeigen konnte", war die 22-Jährige zufrieden. Speed-Spezialistin Ramona Siebenhofer wusste als Zehnte ebenfalls zu überzeugen.

Bitteres Ende für Bernadette Schild: Die Salzburgerin musste mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden.
Bitteres Ende für Bernadette Schild: Die Salzburgerin musste mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden.
- APA

Die Tirolerinnen Eva-Maria Brem (25.) und Ricarda Haaser (28.) konnten mit dem Auftakt hingegen nicht zufrieden sein. "Eigentlich passt alles, aber es hat heute nicht hingehaut. Es ist wichtig, sich nicht verunsichern zu lassen von diesem Rennen. Ich bin auf einem guten Weg", analysierte Brem dennoch selbstbewusst.

In Sölden steht am Sonntag noch der Riesentorlauf der Herren auf dem Programm (10.00/13.00 Uhr/live TT.com-Ticker). Für die Damen geht es in vier Wochen mit dem Slalom im finnischen Levi (23.11.) weiter. (pim)

Riesentorlauf der Damen in Sölden - Endstand: