Letztes Update am Mi, 30.10.2019 08:27

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Ski- und Babypause für Feller nach durchwachsenem Sölden-Auftakt

Nach einem schweren Trainingssturz am Tag vor dem Sölden-Riesentorlauf will Manuel Feller seinen Körper wieder auf Vordermann bringen. In den knapp vier Wochen Pause bis zum Levi-Slalom könnten auf den Tiroler privat neue Aufgaben zukommen.

Mit Platz zwölf war Manuel Feller in Sölden der beste ÖSV-Läufer im Endklassement.

© AFPMit Platz zwölf war Manuel Feller in Sölden der beste ÖSV-Läufer im Endklassement.



Sölden — Nach dem missglückten Saisonauftakt in Sölden ist klar, dass Österreichs Ski-Herren deutlich zulegen müssen, wollen sie die durch Marcel Hirschers Rücktritt entstandene Lücke kleiner machen. Ein Job, der im Riesentorlauf vor allem Manuel Feller zugedacht wird. Der Tiroler hat nach heftigem Trainings-Sturz und Platz zwölf im Rennen zwar eine Skipause, aber auch wichtige Termine vor sich.

Zeitvertreib der Familie Feller an einem verregneten Tag in der 39. Schwangerschaftswoche:

Feller will in den kommenden Tagen vor allem seinen „Körper wieder auf Vordermann kriegen", den werde er nämlich sicher gescheit spüren, so der Pillerseetaler. Eine Woche Skipause komme da gerade recht. „Und dann ist da noch was, das in den nächsten Tagen vielleicht passiert", sprach der werdende Vater die bevorstehende Geburt seines ersten Kindes an. „Und dann haben wir noch zwei, drei Wochen Zeit bis Levi. Wir werden uns gescheit vorbereiten. Und dann schauen wir, dass wir da ein sehr, sehr gutes Ergebnis für Österreich nach Hause bringen."

Auch die Konkurrenz hatte Probleme

Interessiert verfolgt hatte man im ÖSV-Lager natürlich in Sölden auch das Werken der Konkurrenz. Die hatte nämlich durchaus ebenfalls ihre Probleme. „Da sieht man, was passiert, wenn man unter Druck kommt", sagte Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher mit Blick etwa auf Henrik Kristoffersen und nur Platz 18 für den Weltmeister.

„Und auch Marco Odermatt macht Fehler", sagte Puelacher über den Halbzeitdritten, der in der Entscheidung auf Platz 13 zurückgefallen war. Neben Pinturault und Kristoffersen nannte Puelacher im Vorfeld auch den Schweizer als einen Anwärter auf den Gesamtsieg. Nichts zu rütteln gab es am Sölden-Sonntag an Pinturault. „Alexis ist es sauber runtergefahren, gerade im zweiten Durchgang bei den Lichtverhältnissen. Er war der beste Skifahrer", meinte etwa Feller.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Strahlen durfte auch Matthias Mayer. Der Überraschungs-15. hat wieder Gefallen am Riesentorlauf gefunden. „Mir macht es riesigen Spaß. Aber man muss einfach gut drauf sein. Wenn es nicht funktioniert im Riesen, ist es ein extremer Kampf." In Beaver Creek werde er im Riesentorlauf sicher am Start sein, und in Alta Badia auch - wenn er sich fit fühle.

Mayer blieb noch für Super-G-Training in Sölden, seine Speed-Kollegen reisten am Montag an, ebenso die Slalomfahrer. Für 12. November ist für das Speed-Team der Flug zum Abfahrtstraining nach Copper Mountain (USA) geplant. (APA)