Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Fr, 15.11.2019


Eisschnelllauf

Beim Weltcup-Auftakt in Minsk will Herzog ihr Revier abstecken

Nimmt im Hinblick auf den Weltcup-Auftakt Fahrt auf: die Tirolerin Vanessa Herzog.

© maurerNimmt im Hinblick auf den Weltcup-Auftakt Fahrt auf: die Tirolerin Vanessa Herzog.



Vanessa Herzog machte zuletzt bei ihrer Auszeichnung zu „Österreichs Sportlerin des Jahres" eine gute Figur, ab heute geht es für die Eisschnelllauf-Weltmeisterin sportlich weiter: beim Weltcup-Auftakt von heute bis Sonntag in Minsk. Die 24-Jährige geht als eine der Gejagten in die neue Saison.

„Die Vorbereitung war sehr gut und ich habe große Ziele", erklärte die Tirolerin. „Zum einen möchte ich wieder um den Gesamtweltcup kämpfen, bei den Europameisterschaften meinen Titel verteidigen und mit einer schnellen Zeit um den WM-Titel mitkämpfen." Als ihre ersten Konkurrentinnen werden die Japanerin Nao Kodaira sowie die Russinnen Olga Fatkulina, Darja Katschanowa und Angelina Golikowa gehandelt.

Die im Saisonverlauf bisherige 500-m-Bestzeit gehört aber der Kanadierin Kaylin Irvine. In 37,43 Sekunden war sie um 3/100 schneller als die zweitplatzierte Herzog in Inzell. Da absolvierte sie jüngst bei den Staatsmeisterschaften ein Rumpfprogramm. In Minsk werden Herzog wie auch ihre Tiroler Landsmänner Gabriel Odor und Armin Hager erst ab Samstag im Einsatz sein.

Die Europameisterschaften vom 10. bis 12. Jänner in Heerenveen werden der erste Titelkampf der Saison sein. Herzog tritt als Titelverteidigerin an, wobei es anders als heuer um Entscheidungen auf den Einzelstrecken geht, nicht im Mehrkampf. Das eröffnet Herzog nicht nur eine Podestchance.

Die Einzelstrecken-WM vom 13. bis 16. Februar in Salt Lake City dürfte zum Höhepunkt des Winters werden. Am weltweit schnellsten Eis wurden beim Weltcup in der vergangenen Saison sechs Weltrekorde aufgestellt, auf den zwölf offiziellen Olympia-Distanzen wurden elf der aktuellen Weltrekorde in Utah fixiert.

Der Grinzener Gabriel Odor gibt sein Weltcupdebüt. Tritt Herzog über 500 und 1000 m an, ist der 19-jährige Junioren-Weltmeister über 1000 und 1500 m sowie im Massenstart genannt. Selbstvertrauen bezog er bei den international ausgeschriebenen Titelkämpfen, bei denen er sich im Massenstart nur den Topläufern Bart Swings (BEL) und Livio Wenger (SUI) geschlagen geben musste. Der Innsbrucker Armin Hager schließlich wird nur am Samstag im Massenstart im Einsatz sein. (APA, TT)