Letztes Update am Fr, 22.11.2019 20:34

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kunstbahnrodeln

Wer folgt? ÖRV-Damen auf den Spuren der deutschen Seriensiegerinnen

Mit dem Damen-Rennen startet am Samstag ab 10.20 Uhr der Kunstbahnrodel-Weltcup in Igls. Drei Top-Fahrerinnen aus Deutschland sind heuer nicht mehr dabei. Die Konkurrenz schläft nicht – das wissen auch die drei Österreich-Starterinnen.

ÖRV-Damen-Team in Igls: Hannah Prock, Lisa Schulte und Madeleine Egle.

© KristenÖRV-Damen-Team in Igls: Hannah Prock, Lisa Schulte und Madeleine Egle.



Von Günter Almberger

Innsbruck – Seit ewigen Zeiten dominieren die deutschen Rodlerinnen im Eiskanal. Egal ob Weltcup, Weltmeisterschaft oder Olympia – am Ende stand (fast) immer eine Deutsche am obersten Podest. Das könnte sich in dieser Saison ändern, denn drei Top-Fahrerinnen sind nicht mehr dabei. Natalie Geisenberger und Dajana Eitberger erwarten ihr erstes Kind und legen eine Baby-Pause ein, Tatjana Hüfner beendete ihr­e Karriere. „Die Überflieger sind weg. Jetzt gilt es die, die da sind, anzugreifen“, betont ÖRV-Sportdirektor Rene Friedl. Nachsatz: „Klar, wir haben ein junges Damen-Team. Man darf nicht zu hoh­e Erwartungen haben, aber Top-sechs-Platzierungen traue ich ihnen schon zu.“

„Da kommen so starke Sportlerinnen nach“

Madeleine Egle, Österreichs „routinierteste“ Athletin mit 21 Jahren, glaubt nicht, dass es durch das Fehlen der drei Dominatorinnen leichter geworden ist. „Da kommen so starke Sportlerinnen nach. Außerdem wittert auch die internationale Konkurrenz ihre Chance und legt noch einen Zahn zu“, erklärt die Rinnerin. Trotzdem geht die Team-Olympia-Dritte von 2018 voller Zuversicht in die neue Saison. Hauptgrund ist ihre neue Rodel. „Der Wohlfühlfaktor in der Bahn ist deutlich gestiegen. Der Schlitten reagiert besser auf mich, Fehler kann ich damit leichter korrigieren. Vergangenes Jahr bin ich vor den Rennen oft fast verzweifelt, weil ich nicht gewusst habe, was ich am Material noch ändern soll“, verrät die junge Team-Leaderin.

Mit körperlichen Problemen kämpft aktuell Hannah Prock (19). Die Stubaierin hat sich bei einem Trainingssturz in Altenberg das Steißbein angeknackst. „Mein Schlitten ist in dem Bereich mit Schaumstoff gepolstert. Trotzdem ist es beim Starten sehr schmerzhaft. Die nächsten Wochen werden nicht leicht“, klagt Prock.

Für eine Überraschung könnte Lisa Schulte (18) bei ihrem ersten Heim-Weltcup sorgen. Im Training gab die Sport-BORG-Schülerin ÖRV-intern den Ton an: „Ich fahre ohne Druck, freue mich einfach auf das Rennen.“

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