Letztes Update am Mo, 02.12.2019 08:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski Alpin

Shiffrin deklassierte bei Heimspiel in Killington die Slalom-Konkurrenz

Shiffrin verwies im Killington-Slalom Petra Vlhova und Anna Swenn Larsson mit über zwei Sekunden Vorsprung auf die Plätze zwei und drei. Beste Österreicherin: Katharina Liensberger als Sechste.

MIkaela Shiffrin fand einmal mehr den schnellsten Weg durch den Stangenwald.

© gepaMIkaela Shiffrin fand einmal mehr den schnellsten Weg durch den Stangenwald.



Killington - Eine Woche, nachdem sie in Levi Ingemar Stenmarks Slalomrekord ausgelöscht hatte, hat Mikaela Shiffrin mit einem überlegenen Slalomsieg in Killington mit Annemarie Moser-Pröll gleichgezogen. Die Amerikanerin gewann nach einer Machtdemonstration am Sonntag ihr Heimrennen 2,29 Sekunden vor der Slowakin Petra Vlhova und liegt nach dem 62. Weltcupsieg gleichauf mit der legendären Österreicherin.

Beste Slalom-Österreicherin in Killington wurde Katharina Liensberger als Sechste. Katharina Gallhuber folgte auf Platz acht, Chiara Mair wurde Zwölfte. Die Levi-Dritte Katharina Truppe schied schon im ersten Durchgang aus, die Halbzeit-Achte Katharina Huber im zweiten.

Shiffrin fuhr in eigener LIga

Während Shiffrin beim großen Heim-Weltcup im Riesentorlauf nach wie vor sieglos ist, gewann die 24-Jährige seit dem Weltcup-Comeback von Vermont nun auch den vierten Weltcup-Slalom an der US-Ostküste. Die Amerikanerin stellte schon in Lauf eins mit 1,13 Sekunden Vorsprung auf Vlhova die Weichen zum klaren Sieg und ließ auf dem für sie maßgeschneiderten, eisigen Hang in der Entscheidung trotz letzter Startnummer und Windböen nicht nach.

Ski-Athleten mit den meisten Weltcupsiegen

1. Ingemar Stenmark (SWE) 86 Siege
2. Lindsey Vonn (USA) 82
3. Marcel Hirscher (AUT) 67
4. Mikaela Shiffrin (USA) *und Annemarie Moser-Pröll (AUT) 62
6. Vreni Schneider (SUI) 55
7. Hermann Maier (AUT) 54
8. Alberto Tomba (ITA) 50
9. Renate Götschl (AUT) und Marc Girardelli (LUX) 46

* noch aktiv

Der zweite Saisonsieg nach Levi war gleichbedeutend mit dem 13. Slalom-Podium der Amerikanerin in Serie, das hatte vor ihr nur die Schweizerin Erika Hess geschafft. In der Weltcup-Langzeitstatistik liegt Shiffrin nur noch hinter Landsfrau Lindsey Vonn, die es auf 82 Siege brachte.

War Shiffrin einmal mehr für die Konkurrenz außer Reichweite, mischten mit der Halbzeit-Vierten Liensberger sowie Fünften Gallhuber im Kampf um die Podestplätze auch zwei Österreicherinnen mit. Auf dem "Eislaufplatz" in den Green Mountains fielen in der Entscheidung aber beide "Kathis" zurück. Katharina Huber, die nach Lauf eins noch Achte gewesen war, schied in der Entscheidung aus. Die Tirolerin Chiara Mair wurde 12., ihr Landsfrau Franziska Gritsch 21.

"Schade, es war nicht mehr einfach zu fahren. Es hat geheißen, von Start bis Ziel runterdrücken, das war leider nicht ganz so auf Zug, wie ich mir gewünscht habe", erklärte Liensberger ihren Rückfall. "Jetzt heißt es, mit jedem Mal mehr Gefühl bekommen." (APA)

Slalom der Damen in Killington - Endstand: