Letztes Update am Mo, 12.03.2012 13:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Ski-Cross

Nächster Schock für Ski-Szene: Kanadier Zoricic starb nach Sturz

Nach Sarah Burke verliert der kanadische Skisport mit Nick Zoricic erneut einen aktiven Athleten.

© gepa



Grindelwald – Knapp zwei Monate nach dem Tod der Freestyle-Läuferin Sarah Burke hat der kanadische Skisport neuerlich einen Aktiven durch einen Unfall verloren. Nick Zoricic erlag den bei einem Sturz im Rahmen des Ski-Cross-Weltcup-Finales in Grindelwald erlittenen Verletzungen. Der 29-Jährige war im Achtelfinale nach dem letzten Sprung unmittelbar neben dem Ziel trotz eines Sicherheitsnetzes hart aufgeprallt und blieb regungslos liegen. Obwohl gleich Ärzte zur Stelle waren und Zoricic in das Spital Interlaken geflogen wurde, blieben Wiederbelebungsversuche erfolglos.

Der Österreicher Max Gartner, Verbands-Präsident von Alpine Canada, war erschüttert. „Nik war ein talentierter Rennläufer und als großartiger Mensch bei allen sehr beliebt“, schrieb Gartner in einer Stellungnahme. „Unsere Gedanken sind nun vor allem bei Nik‘s Eltern und seiner Familie.“ Nach Angaben des Schweizer Verbandes muss von einem schweren Schädel-Hirntrauma ausgegangen werden. Die Schweizer Veranstalter haben die weiteren Rennen des Wochenendes abgesagt.

Zoricic hatte seine Ski-Karriere als Slalom-Spezialist bei den Alpinen begonnen und wechselte Anfang 2009 in den Ski-Cross-Weltcup. In dieser Disziplin erreichte er zwei Podestplätze mit dem zweiten Rang in St. Johann im Jänner 2011 als bestem Resultat und wurde Sechster im Gesamtweltcup 2011. Vor zwei Monaten war er noch Dritter in Les Contamines gewesen.

Die Veranstalter, die FIS und die Veranstalter drückten der Familie des in Sarajevo geborenen und mit fünf Jahren nach Toronto übersiedelten Zoricic, seinen Freunden und dem kanadischen Verband ihr tiefstes Mitgefühl aus.

Auch das österreichische Team war geschockt vom Tod des Kollegen. „Wir verlieren mit Nick Zoricic einen großartigen Menschen, vorbildlichen Sportler und guten Freund. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie und seiner Mannschaft, denen wir unser aufrichtiges Mitgefühl aussprechen möchten. Dieser schwere Verlust für unseren Sport macht uns alle zutiefst betroffen“, sagte Sabine Wittner, die sportliche Leiterin für Ski Cross im ÖSV. (APA)




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