Letztes Update am Do, 19.12.2013 10:14

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wintersport

Flock verlegte Weihnachten vor

Mit ihrer Podestplatz-Premiere in Lake Placid schrieb Janine Flock Skeleton-Geschichte.



Von Tobias Waidhofer

Lake Placid – Den Heiligen Abend am kommenden Dienstag kann Janine Flock zufrieden und entspannt verbringen. Egal welche Paktl’n unter dem Weihnachtsbaum liegen. Das größte Geschenk hat sich die Rumerin bereits am Sonntag selbst in Lake Placid (USA) gemacht.

Im letzten Skeleton-Weltcuprennen vor Weihnachten fuhr die 24-Jährige sensationell auf den zweiten Platz. Nur die Britin Elizabeth Yarnold bezwang die Strecke noch eine Spur schneller. Es war gleichzeitig ein historischer Erfolg für den rot-weiß-roten Skeletonsport. Der zweite Platz in den USA bedeutete nämlich nicht nur Flocks Premiere am Podium, es war der erste Weltcup-Podestplatz einer österreichischen Fahrerin in der Verbandsgeschichte.

„Es war ein perfekter Tag für mich“, jubilierte die Tirolerin. Dabei hatten die Tage in dem kleinen Wintersport­ort im Bundesstaat New York gar nicht so entspannt begonnen.

„Ich bin mit einer Grippe in Lake Placid angekommen und habe gleich zwei Trainingsläufe verpasst“, erzählt die Skeleton-Pilotin. „Die anderen beiden Tage konnte ich aber gut nutzen.“

Trotzdem reichte es am ersten Renntag noch nicht für eine Topplatzierung. Die Freundin von Teamkollege Matthias Guggenberger musste sich mit dem 13. Platz zufrieden geben. „Nach einem starken ersten Lauf (Platz sechs, Anm.) habe ich den zweiten Lauf leider verpatzt“, gesteht Flock. Einen weiteren gelungenen Vorbereitungstag später schrieb Flock dann österreichische Skeleton-Geschichte. Trotz des großen Erfolgs auf amerikanischem Boden freut sich Flock bereits auf die Rückkehr an die europäischen Eisbahnen. „Endlich geht’s heim. Ich freu mich total auf Europa“, gesteht Flock eine gewisse Sehnsucht.

Eine weitere Sehnsucht, die gestillt werden will, ist jene nach Erfolg bei den Olympischen Winterspielen. In Sotschi (7. bis 23. Februar) bietet sich der Rumerin eine große Chance. „Ich werde weiter hart an mir arbeiten. Was dabei herauskommt, werden die kommenden Rennen zeigen“, gibt sich Flock zurückhaltend. Der nächste Weltcup-Bewerb steigt am 29. Dezember in Winterberg (GER).




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