Letztes Update am Do, 05.03.2015 09:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Skeleton

Zwiebeltee soll Flocks Start bei der Skeleton-WM retten

Tirols Skeleton-Ass Janine Flock geht angeschlagen in die Weltmeisterschaft in Winterberg.

Janine Flock nimmt heute den letzten Feinschliff bei ihrem Material vor, morgen startet die Rumerin in die ersten zwei von vier WM-Läufen.

© BauseJanine Flock nimmt heute den letzten Feinschliff bei ihrem Material vor, morgen startet die Rumerin in die ersten zwei von vier WM-Läufen.



Von Günter Almberger

Winterberg – Janine Flock ist im wahrsten Sinne des Wortes „heiß“ auf die Skeleton-WM. Seit dem Anreisetag am vergangenen Donnerstag ist die Gesamt-Weltcupsiegerin von einer Grippe geschwächt. „Ich habe zwar kein Fieber mehr, aber meine Nebenhöhlen sind noch komplett zu“, berichtet die Rumerin aus Winterberg. Gestern verzichtete die 25-Jährige auf das Training im Eiskanal, stattdessen stand Erholung im Bett am Programm und Zwiebel-Honig-Tee auf dem Speiseplan. „Dieses Hausmittel habe ich von einer Freundin bekommen. Ich stinke durch die Zwiebeln zwar unglaublich, aber es hilft“, verrät die amtierende Vize-Europameisterin mit hörbar belegter Stimme.

Trotz der gesundheitlichen Probleme bestritt Flock am Freitag und Dienstag fünf Trainingsläufe, zudem den Teambewerb (Platz sechs) am Sonntag – und das durchaus nicht langsam. „Die Bahn steht sehr gut da, die Streckenrekorde sind schon gepurzelt. Auch ich habe eine Bestzeit hingelegt“, zeigt sich die Heeressportlerin zufrieden.

Nach ihrem ersten Weltcupsieg heuer in St. Moritz, nach EM-Silber in Igls und zahlreichen Spitzenplätzen gilt Flock als Mitfavoritin auf Edelmetall. Gerade deshalb tritt die Tirolerin auf die Euphoriebremse: „Ich habe eine geringe Erwartungshaltung, da ich heuer schon viel erreicht habe. Alles was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe“, betont die Rumerin. In dieselbe Kerbe schlägt Nationaltrainer Martin Rettl: „Nach dem Weltcupgesamtsieg fährt das Team gestärkt nach Winterberg. Jetzt kann es nur noch eine Draufgabe geben.“

Bereits heute starten die Herren die Medaillenjagd. Mit dabei: die Tiroler Matthias Guggenberger (ebenfalls grippegeschwächt) und Raphae­l Maier, die eine Platzierung unter den Top Ten anpeilen.