Letztes Update am Mi, 13.05.2015 20:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Republik Moldau verwies unionistischen Aktivisten des Landes



Chisinau/Bukarest (APA) - Der moldauische Aktivist George Simion, der die Organisation „Aktion 2012“ leitet, die sich für die Vereinigung der Republik Moldau mit Rumänien einsetzt, wurde am Mittwoch des Landes verwiesen. Simion darf in den nächsten fünf Jahren nicht nach Moldau zurückkehren. Dies teilten Vertreter des Innenministeriums und der Behörde für Migration und Asyl mit.

Simions Organisation hat für den 16. Mai zu einer Großdemonstration für „die Beschleunigung der EU-Integration der Republik Moldau durch die Vereinigung mit Rumänien“ aufgerufen. Anlass ist der 203. Jahrestag der ersten Trennung von Moldau vom damaligen rumänischsprachigen Staat beiderseits des Flusses Prut durch den russisch-türkischen Frieden von 1812. Bis 1917 sollte das Territorium östlich des Prut, das auch als Bessarabien bekannt ist, in russischer Hand bleiben, dann entschied man sich für eine Vereinigung mit Rumänien. 1940 wurde Bessarabien infolge des Hitler-Stalin-Paktes in die Sowjetunion eingegliedert. 1991 erklärte die Republik Moldau ihre Unabhängigkeit.

Simion, der auch die rumänische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde von der rumänischen Botschaft in Chisinau kontaktiert, stellte aber keine konkreten Forderungen. Er befände sich derzeit in Rumänien, hieß es.




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