Letztes Update am Mi, 27.05.2015 14:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bosch setzt auf Österreich



Wien/Gerlingen (APA) - Der deutsche Technologiekonzern Bosch bekennt sich laut Eigenangaben klar zum Standort Österreich. „Neben Ausgaben für Forschung und Entwicklung über 100 Mio. Euro in 2014 haben wir zusätzliche Ingenieure eingestellt“, sagte der Österreich-Chef Klaus Peter Fouquet am Mittwoch. In Steyr sei heuer ein neuer Standort bezogen worden, das internationale Kompetenzzentrum in Linz werde noch ausgebaut.

Im Geschäftsjahr 2014 steigerte die Bosch-Gruppe den Umsatz in Österreich gegenüber dem Jahr davor um 2,4 Prozent von 849 auf 869 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich durch die vollständige Einbeziehung des ehemaligen Gemeinschaftsunternehmens BSH Hausgeräte GmbH von 2.560 auf 2.832 (jeweils per Ende Dezember).

Damit Österreich im internationalen Wettbewerb und damit gegen Länder wie Deutschland bestehen könne, müsse allerdings die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes gesteigert werden, schlug Fouquet flexible Arbeitszeitkonten und weniger Bürokratie hinsichtlich konzerninterner globaler Schulungen vor. Für Bosch sei internationaler Wissenstransfer essenziell und die Basis für Wachstum.

„Deshalb fordern wir, dass mehrmonatige länderübergreifende Projekteinsätze - vor allem innerhalb eines Unternehmens - vom Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz ausgenommen werden“, so der Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich, der zugleich Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Regionalverantwortlicher für Mittelosteuropa ist, in einer Aussendung.

Das größte Unternehmen der Bosch-Gruppe in Österreich, die Robert Bosch AG, erlitt 2014 einen Umsatzrückgang von 564 auf 510 Mio. Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) verringerte sich leicht von 23,6 auf 22,9 Mio. Euro. Der Personalstand (per Ende Dezember ) blieb mit 2.012 Mitarbeitern nahezu stabil (Vorjahresstichtag: 2.017 Arbeitnehmer). Kräftig gestiegen sind die Investitionen - 2014 erreichten sie ein Volumen von 19,1 Mio. Euro, nach 17,7 Mio. Euro im Jahr davor. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) wurde von 94,2 auf 101,9 Mio. Euro erhöht.

~ WEB http://www.bosch.de ~ APA382 2015-05-27/14:21




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