Letztes Update am Di, 14.07.2015 13:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Atom-Deal - Oppositionsgruppe hofft auf Schwächung von Khamenei



Wien (APA) - Die iranische Oppositionsgruppe NWRI hofft nach dem Atom-Deal mit dem Iran auf eine Schwächung der Hardliner um Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei. Die „kleinen Zugeständnisse werden Khameneis Hegemonie im Regime erschüttern und den Mullah-Faschismus zur Gänze unterminieren“, sagte NWRI-Anführerin Maryam Rajavi in einer Erklärung am Dienstag.

Der Widerstandsrat NWRI - auch Volksmujaheddin genannt - mit Sitz in Paris hatten im Jahr 2002 dabei geholfen, Teile des iranischen Atomprogramms offenzulegen. In den Jahren darauf erwiesen sich einige Behauptungen der Gruppe aber auch als falsch. Wegen der Teilnahme an verschiedenen Attentaten auf Politiker bezeichnet Teheran die Volksmujaheddin als Terroristen.

NWRI kritisierte in der Erklärung die „Unzulänglichkeiten und illegitimen Zugeständnisse“ des Atom-Deals, zeigte sich aber überzeugt, dass seine Folgen eine Verschiebung der Machtverhältnisse und Führungskämpfen bringen werden. Auch drängte die Oppositionsgruppe darauf, die Weltgemeinschaft müsse nun verhindern, dass unter den Bedingungen des Deals an den Iran überwiesene Gelder zur Stützung der den Hardlinern nahestehenden Revolutionsgarden genützt würden.

Kritik am Deal gab es indes von der pro-israelischen Gruppe „Stop the Bomb“ aus Österreich. „Nach allem, was bisher bekannt ist, lässt dieses Abkommen nahezu die komplette Infrastruktur des Atom-und Raketenprogramms intakt. Es verhindert nicht die iranische Bombe, sondern schreibt ihre Voraussetzungen fest“, heißt es in einer Erklärung der Aktivisten.




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