Letztes Update am Mo, 27.07.2015 15:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Milchpreisverfall - IG Milch: Falsche Schlüsse von Bauernvertretern



Wien (APA) - Während französische Bauern wegen Ärgers über Billigpreise Grenzen zu Deutschland und Spanien blockiert haben, hat der Obmann der IG-Milch am Montag in Österreich wegen der tiefen Milchpreise Alarm geschlagen. Aus Sicht von IG-Milch-Obmann Ewald Grünzweil hat nämlich der „Milch-Gipfel“ am vergangenen Freitag in Tirol „keinerlei Lösungen“ gebracht.

Der Bauernbund, die Landwirtschaftskammer und Agrarminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hätten zudem „aus einer falschen Analyse die falschen Schlüsse gezogen“, kritisierte Grünzweil am Montag in einer Aussendung. Durch Exportoffensiven könne sich die Situation hierzulande nicht bessern, ein Ende der Russland-Sanktioenn biete auch keine Lösung auf Sicht. Das Aus der EU-Milchquote lasse die Preise ständig fallen und Österreich produziere mit „zu wenigen Betrieben aber zu vielen, zu hoch gezüchteten Kühen, zu viel Milch in einem gesättigten Markt. Jede andere Branche reagiert bei Überschüssen mit einer Drosselung der Produktion. Nur bei der Milch animiert man die Erzeuger bei sinkenden Preisen mehr zu produzieren“, meint der IG-Milch-Obmann, der einen Gipfel von Molkereien und Bauern fordert, „um ein Marktgleichgewicht wiederherzustellen“.




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