Letztes Update am Do, 27.08.2015 12:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlingsdrama auf A4 - Firma verkaufte Lkw im vergangen Jahr



Neusiedl am See/Eisenstadt (APA) - In einem Lkw auf der Ostautobahn (A4) im Burgenland sind am Donnerstag die Leichen zahlreicher Flüchtlinge entdeckt worden. Auf dem Kühlwagen mit ungarischen Kennzeichen befindet sich der Schriftzug einer slowakischen Hühnerfleischfirma. Laut Sprecher des Unternehmens wurden 13 ihrer Lkw 2014 verkauft.

Offenbar habe ein Käufer einen der Transporter nach Ungarn weiter veräußert, sagte der Firmensprecher. Um welches Fahrzeug es sich im konkreten Fall handle, lasse sich nicht nachvollziehen. Der Käufer sei übrigens nicht verpflichtet, die Firmenaufschrift zu entfernen. Das Unternehmen zeigte sich von dem Fall betroffen.

Dass der Laster ungarische Kennzeichentafeln hat, bestätigte auch ein Sprecher des ungarischen Premiers Viktor Orban der Nachrichtenagentur Reuters. Die ungarische Polizei arbeite zusammen mit den österreichischen Behörden an der Ausforschung des flüchtigen Lenkers.

Das Schwerfahrzeug wurde auf der A4 etwa einen Kilometer nach der Ausfahrt Neusiedl in Richtung Wien abgestellt. Freitagnachmittag war die nahe dem Designer Outlet in Parndorf gelegene Stelle von Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht abgesichert, ein Fahrstreifen in unmittelbarer Nähe gesperrt. Der Verkehr stockte, zumal sich viele auf den Weg zum jährlichen Late Night Shopping im Designer Outlet gemacht hatten.




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