Letztes Update am Do, 27.08.2015 16:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lyoness geht nach WKStA-Ermittlungen von Verfahrenseinstellung aus



Wien/Klagenfurt/Graz (APA) - Nach Abschluss der Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen Verantwortliche von Lyoness geht die Unternehmensgruppe von einer Einstellung des Verfahrens aus. Die Voraussetzungen zum Vorwurf des Pyramidenspiels seien schlichtweg nicht gegeben - das habe das Oberlandesgericht (OLG) Wien am 16. April festgehalten, so Lyoness am Donnerstag in einer Aussendung.

Aufgrund dieses Beschlusses habe Lyoness bereits zwei Einstellungsanträge sowohl für den Gründer Hubert Freidl als auch für die Lyoness Europe AG eingebracht. „Der aktuelle Vorhabensbericht berücksichtigt somit nicht die letztinstanzlichen Entscheidungen zu den beiden noch offenen Einstellungsanträgen“, erklärte die Unternehmensgruppe mit Sitz in Graz am Donnerstagabend.

Die WKStA hatte seit 2012 wegen Verdachts auf Pyramidenspiel bzw. Betrug ermittelt. Ins Rollen gebracht hatte das Verfahren eine Anzeige von angeblich geschädigten Beteiligten. Der Hauptvorwurf in der hunderte Seiten dicken Strafanzeige eines Klagenfurter Anwalts lautete damals: Bei Lyoness handle es sich um ein illegales Gewinnerwartungssystem - also ein pyramidenartig aufgebautes Schneeballsystem. Weiters wurde der Firma vorgeworfen, sich mit den versprochenen und beworbenen Rabattspannen durch Handelsumsätze nie selbst finanzieren zu können. Lyoness hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.




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