Letztes Update am Fr, 27.11.2015 11:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Menschenrechtler verurteilen Luftangriffe im Jemen



Sanaa (APA/dpa) - Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Koalition im Jemen kommen nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation immer wieder Zivilisten um. Bei zehn Angriffen im Zeitraum von April bis August 2015 seien mehr als 300 Zivilisten getötet und über 400 verletzt worden, teilte Human Rights Watch (HRW) am Freitag mit. Die Organisation verurteilte die Angriffe als rechtswidrig.

Seit Monaten tobt im Jemen ein Bürgerkrieg zwischen schiitischen Houthi-Rebellen und Anhängern des Präsidenten Abd Rabbo Mansour Hadi. Im März hat ein Bündnis aus arabischen Ländern begonnen, Stellungen und Waffenlager der Houthis zu bombardieren. Dem Bündnis gehören neben Saudi-Arabien auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar an, es wird aber auch von den USA unterstützt. Den Vereinten Nationen zufolge sind in diesem Jahr bis Juli 5239 Menschen durch Waffengewalt im Jemen umgekommen oder verletzt worden.

„Dass die Koalition nicht bereit ist, auch nur einen einzigen der womöglich rechtswidrigen Angriffe zu untersuchen, ist entsetzlich“, teilte der stellvertretende Nahost-Direktor bei HRW, Joe Stork, mit. Die Organisation beschuldigte zudem die USA und den UN-Sicherheitsrat der Untätigkeit.




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