Letztes Update am So, 06.12.2015 05:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Drei Opfer des Leuchtenden Pfads in Peru seliggesprochen



Lima (APA/dpa) - Die katholische Kirche hat drei Opfer der peruanischen Guerillaorganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) seliggesprochen. Die polnischen Franziskanermönche Miguel Tomaszek und Zbigniew Strzalkowski sowie der italienische Priester Alessandro Dordi waren 1991 von den linksextremen Rebellen getötet worden.

„Uns ist gedroht worden, dass unsere Priester einer nach dem anderen fallen würden“, sagte der Bischof von Chimbote, Angel Simon, bei der Zeremonie am Samstag. Die Rebellen griffen immer wieder Priester an, weil deren soziale Arbeit der Bevölkerung ihrer Auffassung nach die Motivation für den Volkskrieg nahm. „So sterben jene, die vom Frieden sprechen und dem Imperialismus huldigen“, hieß es in einem Schreiben, dass die Täter bei den Leichen der nun seliggesprochenen Geistlichen zurückließen.

Bei Auseinandersetzungen zwischen dem Sendero Luminoso und staatlichen Sicherheitskräften kamen zwischen 1980 und 2000 fast 70.000 Menschen ums Leben. Im Gegensatz zu vielen anderen Bürgerkriegen in der Region war in Peru die Guerilla für einen Großteil der Toten verantwortlich.




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