Letztes Update am So, 06.12.2015 12:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Lugar hofft auf Rückkehr in den „wählbaren Bereich“ bis Sommer 2016



Wien (APA) - Zuversichtlich für die Zukunft des Team Stronach zeigte sich dessen Klubobmann Robert Lugar am Sonntag in der ORF-Pressestunde. Bis August 2016 will er die Partei „in den wählbaren Bereich zurückbringen“ - also in den Umfragen über vier Prozent liegen. Gelingt das nicht, müsste man sich „natürlich etwas überlegen - denn eine Partei, die nicht wählbar ist, hat keinen Grund weiter zu existieren“.

Lugar - der dieses Ziel schon im heurigen Sommer vorgab - sieht seine Partei „gut unterwegs“, auch wenn sie derzeit in den Umfragen weit unter vier Prozent liegt. „Es braucht seine Zeit“, meinte er, aber das TS spreche die richtigen Themen an und es „gibt großen Bedarf in Österreich für die Parteien, die die richtigen Themen ansprechen“. Lugar berichtete von „viel Zuspruch aus der Bevölkerung“. Täglich kämen „hunderte Briefe“ mit Unterstützung von Menschen, die „dabei sein“ wollten.

In dem Sinn glaubt Lugar auch eher, dass Abgeordnete (etwa die derzeitigen „wilden“) zu FRANK kommen werden - als dass das Team nach dem Aderlass vom Sommer (wo von elf Abgeordneten fünf gingen, vier davon zur ÖVP) weitere Mandatare verliert. Wobei man freilich nicht wisse, „was auf uns zukommt“, etwa in der Flüchtlingskrise, wo vielleicht nicht alle die nötige Positionierung mittragen wollten.

Die Abgänge im Nationalratsklub, aber auch in den Landesparteien erklärte Lugar damit, dass der Anfang „einfach schwierig“ sei. Auch die Grünen hätten lange Zeit gebraucht, „bis sie sich gefunden haben“. Dass das Team Stronach nach den ersten großen Erfolgen bei Landtagswahlen 2013 sich mittlerweile mit fast allen Landesorganisationen überworfen hat und bei Landes- und Gemeindewahl gar nicht mehr antritt, sieht Lugar nicht als Problem - im Gegenteil: Die Verankerung in den Ländern wie SPÖ und ÖVP sie hätten sei ja nur eine „Machterhaltungsstruktur“, die brauche das Team Stronach nicht, weil man seine eine Bundespartei - und gerade deshalb imstande Österreich zu verändern, ohne Rücksicht auf Landesorganisationen.

~ WEB http://www.teamstronach.at/ ~ APA143 2015-12-06/12:53




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