Letztes Update am So, 06.12.2015 13:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Assad kritisiert britische Luftangriffe in Syrien als „illegal“



Damaskus (APA/AFP) - Syriens Machthaber Bashar al-Assad hat die britischen Luftangriffe in seinem Land als illegal bezeichnet. Der Militäreinsatz sei „schädlich und illegal“ und werde den Terrorismus sogar noch befördern, sagte Assad der britischen Zeitung „The Sunday Times“. Luftangriffe allein könnten die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) nicht besiegen.

Ohne eine „umfassende“ Strategie würden die Angriffe „wieder scheitern“, sagte Assad. Ein Sieg über den IS sei nur in „Zusammenarbeit mit den Truppen vor Ort“ und mit der Unterstützung von Regierung und Öffentlichkeit in Syrien möglich.

Assad verglich den Terrorismus mit einem Krebsgeschwür, das als Ganzes bekämpft werden müsse. „Man kann nicht nur einen Teil des Krebses herausschneiden“, sagte er in dem Interview. „Man muss ihn herausholen.“ Die internationalen Militäreinsätze in Syrien würden daher nur dazu führen, dass sich der Krebs noch „schneller im Körper ausbreitet“.

Das britische Parlament hatte am Mittwoch grünes Licht für eine Beteiligung Großbritanniens an den Luftangriffen gegen den IS in Syrien gegeben. Bereits am Donnerstagmorgen flog die britische Luftwaffe erste Angriffe. Am Samstagabend kam es in einem U-Bahnhof in London zu einem Messerangriff, bei dem drei Menschen verletzt wurden. Die Polizei nahm den Angreifer fest und nahm Ermittlungen wegen einer möglichen „terroristischen“ Tat auf.

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