Letztes Update am So, 06.12.2015 22:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kolumbianische Rebellen entschuldigen sich für Angriff auf Zivilisten



Bogota (APA/dpa) - Die kolumbianische Guerillaorganisation Farce hat sich nach einem Angriff auf Zivilisten mit Dutzenden Toten entschuldigt. An der Gedenkveranstaltung am Sonntag in der Ortschaft Bojayá im Department Choco im Nordwesten des Landes nahmen Rebellen, Opferfamilien und Regierungsvertreter teil, wie das Komitee für die Rechte der Opfer von Bojayá mitteilte.

Bei Gefechten mit rechtsgerichteten Paramilitärs feuerten die Guerillakämpfer am 2. Mai 2002 eine Granate auf eine Kirche, in der Dorfbewohner Schutz gesucht hatte. 79 Zivilisten kamen bei dem Angriff ums Leben, über 100 weitere wurden verletzt. Nach einem Treffen mit Opferfamilien vor rund einem Jahr sagte ein FARC-Sprecher: „Die Bewohner von Bojayá haben geweint und auch wir haben geweint, denn bei diesem unheilvollen Vorfall sind Unschuldige ums Leben gekommen, Männer, Frauen, Alte und Kinder.“

Seit über drei Jahren verhandeln die kolumbianische Regierung und die größte Guerillagruppe des Landes über eine Beilegung des seit Jahrzehnten andauernden Konflikts. Bis März kommenden Jahres soll ein Friedensvertrag unterzeichnet werden.

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