Letztes Update am So, 06.12.2015 22:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sozialisten treten nach Wahlschlappe in zwei Regionen nicht mehr an



Paris (APA/dpa) - Im politischen Kampf gegen die rechtsextreme Front National (FN) verzichten die Sozialisten in zwei Regionen auf eigene Kandidaten. Parteichef Jean-Christophe Cambadélis kündigte am Sonntag in Paris an, die Listen seiner Partei für den zweiten Wahlgang in einer Woche zurückzuziehen. Mit Erfolgen der konservativen Kandidaten könnte ein Sieg der Rechtsextremen verhindert werden.

Betroffen sind im Norden des Landes Nord-Pas-de-Calais-Picardie sowie Provence-Alpes-Côte d‘Azur im Südosten. In diesen Regionen liegen FN-Chefin Marion Le Pen und ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen nach dem ersten Wahlgang mit jeweils rund 41 Prozent deutlich vorn.

Für die anderen Regionen appellierte Cambadélis an die Einheit der Linken. Zusammen mit Grünen und Linksradikalen liegt die Linke nach Rechnung des Sozialisten landesweit vorn.

Nach Hochrechnungen erreichte die Front National im ersten Wahlgang zwischen 29,5 und 30,8 Prozent. Damit liegt die Partei vor den Republikanern (27 Prozent) und den Sozialisten (23 Prozent). Grüne und radikale Linke landeten zusammen bei rund 10 Prozent.




Kommentieren