Letztes Update am Mo, 07.12.2015 02:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Obama versichert Amerikanern: Wir werden den IS zerstören



Washington/San Bernardino (Kalifornien) (APA/dpa) - US-Präsident Barack Obama hat den Amerikanern nach dem jüngsten Angriff in Kalifornien versichert, dass er alles tun werde, die Bevölkerung zu schützen. In einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) im Weißen Haus, die Bedrohung durch den Terrorismus sei „real“. Aber die USA würden damit fertig werden.

„Wir werden den IS („Islamischer Staat“) und andere Organisationen zerstören, die versuchen, uns zu töten“, sagte Obama. Der Erfolg werde nicht von „starken Worten“ abhängen, sondern von starken und klugen Handlungen.

Die Bluttat in San Bernardino bezeichnete Obama als „Terrorakt“. Das Täterpaar habe „Angriffswaffen, Munition und Rohrbomben gehortet“, sei „den dunklen Weg der Radikalisierung gegangen“ und einer „verdrehten Interpretation des Islam“ gefolgt. Zugleich forderte der US-Präsident erneut schärfere Waffengesetze. Außerdem rief er US-Technologieunternehmen auf, den Kampf gegen Extremisten zu unterstützen.

Der IS spreche „nicht im Namen des Islams“, seine Anhänger seien „Gauner und Mörder“, sagte Obama weiter. Muslime müssten sich dessen „extremistischer Ideologie widersetzen“. Zugleich versicherte Obama, dass sich die USA nicht in einen Bodenkrieg in Syrien oder im Irak hineinziehen lassen würden. In beiden Ländern bekämpft Washington den IS gemeinsam mit internationalen Partnern aus der Luft.

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In San Bernardino bei Los Angeles hatte der 28-jährige Syed Farook, ein pakistanischstämmiger US-Bürger, zusammen mit seiner pakistanischen Ehefrau Tashfeen Malik am Mittwoch eine Weihnachtsfeier einer Sozialeinrichtung gestürmt. Das Paar tötete 14 Menschen und verletzte 21 weitere, bevor es von der Polizei erschossen wurde. Die 29-jährige Malik soll vorher der IS-Miliz auf Facebook die Treue geschworen haben, ihr Mann soll früher Kontakt zu islamistischen Extremisten gehabt haben. Der IS pries die beiden Attentäter als seine „Soldaten“, doch sieht das Weiße Haus die Angreifer nicht als Teil einer größeren „Terrorzelle“.




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