Letztes Update am Mo, 07.12.2015 08:39

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen zur Eröffnung etwas fester erwartet



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die zuletzt sehr feste Wall Street dürfte den europäischen Börsen am Montag zu Kursgewinnen verhelfen. In den USA hatte am Freitag ein sehr starker Arbeitsmarktbericht ein Kursfeuerwerk ausgelöst, dem nun auch die Märkte in Europa folgen dürften. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 stand etwa eine halbe Stunde vor Börsenstart um 0,97 Prozent im Plus bei 3.363 Punkten.

Auch der Future auf den britischen FTSE-100 Index deutete eine um 0,51 Prozent höhere Eröffnung bei 6.270 Einheiten an. Der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte nach dem Rückschlag für den deutschen Leitindex in der Vorwoche nun am Montag ein Plus von 0,76 Prozent auf 10.834 Punkte.

Die Enttäuschung über die moderater als erhofft ausgefallenen geldpolitischen Eingriffe der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten den DAX zuvor auf Talfahrt geschickt. Der gute US-Arbeitsmarktbericht am Freitag dämmte die Wochenverluste dann auf knapp 5 Prozent ein.

Alle Blicke richten sich nun auf die nächste Notenbank, die Federal Reserve (Fed) der USA. Sie könnte Mitte Dezember ihren Leitzins erstmals seit der Finanzkrise wieder anheben. Dabei hat die Zinswende einen Teil ihres Schreckens verloren: Offenbar gingen inzwischen mehr Marktteilnehmer davon aus, dass die US-Wirtschaft einen höheren Leitzins nun verkraften könnte, begründeten Börsianer die positive Reaktion der Anleger auf den Arbeitsmarktbericht. Höhere Zinsen sorgen beispielsweise dafür, dass Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren an Attraktivität verlieren.

In Deutschland stehen an diesem Montag zunächst Daten zur Industrieproduktion auf der Agenda. Zudem präsentiert die Europäische Zentralbank am Nachmittag ihren Monatsbericht zu ihren Anleihekäufe ihm November.

Unter den Einzelwerten geraten die Titel von Merck KGaA ins Rampenlicht. Der Darmstädter Pharmakonzern Merck muss einen Rückschlag verdauen, denn der Medikamenten-Kandidat Evofosfamide bei Bauchspeicheldrüsen- und Weichteilkrebs hat sich als Flopp erwiesen. Merck wird keinen Zulassungsantrag für das Mittel einreichen. Die Aktie gab bereits im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz (L&S) als schwächster DAX-Wert nahezu 2 Prozent ab.

Überdies präsentiert Lichtspezialist Osram seinen Geschäftsbericht. Das Unternehmen hatte bereits im November einen rückläufigen Gewinn angekündigt und ein schwaches Folgejahr in Aussicht gestellt. Insbesondere aber der Schock über den teuren Konzernumbau schickte die Aktie damals um in der Spitze mehr als 30 Prozent abwärts. Eine deutlichere Erholung der Papiere blieb bisher aus.

Eine Abstufung könnte zudem die Krones-Papiere belasten. Laut Händlern empfiehlt die britische Investmentbank HSBC jetzt, die Titel zu verkaufen. Vor Handelsstart zeigten sich die Aktien des Herstellers von Getränkeabfüllanlagen gegen den allgemein positiven Trend im Mittelwerteindex MDAX schwächer.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA052 2015-12-07/08:37




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