Letztes Update am Mo, 07.12.2015 09:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Industrie produziert mehr - Energiesektor belastet



Berlin (APA/dpa-AFX) - Das verarbeitende Gewerbe Deutschlands ist mit einem leichten Produktionszuwachs ins vierte Quartal gestartet. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, lag die Gesamtproduktion im Oktober 0,2 Prozent höher als im September.

Das war zwar weniger als der von Bankvolkswirten erwartete Zuwachs von 0,8 Prozent. Allerdings wurde das Ergebnis durch eine deutlich geringere Energieerzeugung belastet. Sie lag 5,9 Prozent unter Vormonatsniveau.

In der enger gefassten Industrie stieg die Produktion im Monatsvergleich um 0,7 Prozent. In den beiden Vormonaten war die Herstellung dagegen rückläufig gewesen. „Die Industrieproduktion ist positiv ins vierte Quartal gestartet“, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium die Zahlen. Es sei der erste Schritt, die Schwächephase der Vormonate zu überwinden, wofür auch die anziehenden Neuaufträge sprächen. Am Freitag war ebenfalls für Oktober ein Zuwachs um 1,8 Prozent gemeldet worden.

Innerhalb der Industrie erhöhte sich die konjunkturell besonders bedeutsame Produktion von Investitionsgütern deutlich um 2,7 Prozent. Die Herstellung von Vorleistungs- und Konsumgütern ging dagegen zurück. Das Baugewerbe legte um 0,7 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stagnierte die Produktion im gesamten Verarbeitenden Gewerbe in bereinigter Rechnung.

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Die Volkswirte von der BayernLB kommentierten die Ergebnisse zuversichtlich. Insgesamt seien die Daten zwar nicht überragend ausgefallen. „Wichtig war aber, dass die Produktion ihren Negativtrend der letzten Monate durchbrechen konnte und mit einer positiven Wachstumsrate in das vierte Quartal gestartet ist.“ Angesichts zuletzt solider Auftragseingänge und recht starker Stimmungsindikatoren sei mit einer anhaltend positiven Entwicklung zu rechnen.




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