Letztes Update am Mo, 07.12.2015 09:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen im Frühhandel einheitlich höher



Frankfurt am Main (APA) - Starke Vorgaben von der Wall Street haben den europäischen Börsen am Montag zu Kursgewinnen verholfen. In den USA hatte am Freitag ein besser als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht für deutlichen Auftrieb gesorgt. Der positiven Stimmung folgten im Frühhandel auch die europäischen Leitindizes.

Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.45 Uhr mit plus 1,24 Prozent oder 41,42 Punkten bei 3.372,17 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 1,12 Prozent oder 120,20 Zähler auf 10.872,30 Punkte. In London stieg der FTSE-100 um 0,50 Prozent oder 31,41 Zähler auf 6.269,70 Punkte.

Die wahrscheinlich nahende US-Zinswende dürfte einen Teil ihres Schreckens verloren haben: Mittlerweile gehen immer mehr Marktteilnehmer davon aus, dass die US-Wirtschaft einen höheren Leitzins nun verkraften könnte, begründeten Börsianer die positive Reaktion der Anleger auf den Arbeitsmarktbericht. Nach den Jobdaten richtet sich die Aufmerksamkeit nun klar auf die Federal Reserve (Fed) der USA. Die nächste Zinssitzung findet in der kommenden Woche statt. Dann wird sich zeigen, ob die US-Notenbanker tatsächlich die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren beschließen.

Aus Europa kamen in der Früh Daten zur Industrieproduktion. Diese stieg im Oktober um 0,2 Prozent zum Vormonat, während Experten ein Plus von 0,7 Prozent erwartet hatten. Der Rückgang vom September wurde zudem nicht revidiert und liegt damit weiter bei 1,1 Prozent. Daneben wird die Europäische Zentralbank am Nachmittag ihren Monatsbericht zu ihren Anleihekäufe im November präsentieren.

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Auf Unternehmensseite stürzten Electrolux-Aktien um 12,64 Prozent ab. Die schwedische AEG-Mutter hat die milliardenschwere Übernahme der Hausgerätesparte des US-Mischkonzerns General Electric (GE) abgeblasen. Beide Unternehmen gaben am Montag das Ende der Verhandlungen bekannt. Electrolux wollte die GE-Sparte für 3,3 Mrd. Dollar kaufen.

Indessen hat der Pharmakonzern Merck KGaA bei der Entwicklung seines Krebsmedikaments Evofosfamide einen Rückschlag erlitten. Das Mittel erreichte in zwei Phase-III-Studien nicht das Studienziel. Merck werde für Evofosfamide daher nicht die Zulassung zur Behandlung von fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsen- und Weichteilkrebs beantragen. Die Aktien verloren 1,25 Prozent.

Im Zuge weiter gesunkener Ölpreise zeigten sich im Euro-Stoxx-50 Energiewerte schwach. Total fielen um 1,29 Prozent und damit ans Ende des europäischen Leitindex. Eni gaben 1,23 Prozent ab.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA096 2015-12-07/09:53




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