Letztes Update am Mo, 07.12.2015 11:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich mit Kursgewinnen



Tokio (APA) - Unterstützt von positiven US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag haben die Leitbörsen in Fernost am Montag mehrheitlich mit Kursgewinnen geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg um 193,67 Zähler oder 0,99 Prozent auf 19.698,15 Punkte. Der Shanghai Composite gewann 11,94 Punkte oder 0,34 Prozent auf 3.536,93 Punkte.

Auch der All Ordinaries Index in Sydney erhöhte sich um moderate 4,4 Zähler oder 0,08 Prozent auf 5.205,90 Einheiten. Dagegen verlor der Hang Seng Index in Hongkong 32,67 Zähler (minus 0,15 Prozent) auf 22.203,22 Einheiten und der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 25.532,98 Zählern mit minus 105,13 Punkten oder 0,41 Prozent.

Bereits an der Wall Street konnten besser als erwartet ausgefallene Jobdaten die Kurse nach oben treiben. Im November konnten in der US-Wirtschaft 211.000 neue Stellen geschaffen werden. Ökonomen hatten mit 200.000 neuen Jobs gerechnet.

Die positive Stimmung schwappte zum Wochenstart auch auf die asiatischen Märkte über. Die nahende Zinswende dürfte ihren Schrecken zum Teil verloren haben: Mittlerweile gehen immer mehr Marktteilnehmer davon aus, dass die US-Wirtschaft einen höheren Leitzins nun verkraften könnte, begründeten Börsianer die positive Reaktion der Anleger auf den Arbeitsmarktbericht.

Auch aus Japan kamen erfreuliche Daten: Die Stimmung der japanischen Industrie hat sich im Dezember verbessert. Der entsprechende Index erhöhte sich von drei auf neun Zähler im November. Vor allem im verarbeitenden Gewerbe ging es bergauf.

An den japanischen Börsen sorgte ein schwacher Yen für Aufschläge bei Exportwerten. So zogen beispielsweise Sony um 1,23 Prozent an, Sharp gewannen 0,78 Prozent und Toyota gingen um 0,16 Prozent höher aus der Sitzung.

Toshiba ermäßigten sich um minimale 0,07 Prozent. Dem Technologiekonzern droht nach einem milliardenschwerer Bilanzskandal eine Strafe auf Schadenersatz in Höhe von rund 300 Mio. Yen. Eine Gruppe von Anteilseignern hat den Konzern verklagt. Diese hatten Verluste hinnehmen müssen, als der Aktienkurs in Folge des Skandals einbrach.

Dagegen büßten Takata 5,05 Prozent ein. Das japanische Verkehrsministerium hatte die Autobauer am Freitag angewiesen, die Verwendung von Airbag-Inflatoren von Takata bis Mitte 2018 auslaufen zu lassen, berichtete der Finanznachrichtensender CNBC. Zudem hat der Konzern das Vertrauen eines der einstmals größten Aktionäre verloren. Sawakami Asset Management warf dem Takata-Management vor, die Probleme nicht ernst genug zu nehmen. Der Vermögensverwalter hatte sich im Oktober von seinen letzten Anteilen getrennt.

In Hongkong schickte indessen der weiter gesunkene Ölpreis Energiewerte auf Talfahrt. Schwächster Wert im Hang Seng Index waren Cnooc mit minus 4,87 Prozent. Daneben sackten China Petroleum um 2,70 Prozent ab und Petrochina verloren 2,17 Prozent. Dagegen konnten Cathay Pacific Airways von der Aussicht auf weiterhin niedrige Ölpreise profitieren, die Papiere gewannen 1,68 Prozent.




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