Letztes Update am Mo, 07.12.2015 12:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen legen zu Mittag weiter zu



Frankfurt am Main (APA) - Starke Vorgaben von der Wall Street haben am Montag auch den europäischen Börsen am Montag zu einem Höhenflug verholfen. Am Freitag hatte in den USA hatte der besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht für Kursgewinne gesorgt. Die positive Stimmung schwappte zum Wochenstart auch nach Asien und Europa über.

Der Euro-Stoxx-50 stieg um deutliche 60,37 Einheiten oder 1,81 Prozent auf 3.391,12 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.05 Uhr mit 10.971,74 Punkten und plus 219,64 Einheiten oder 2,04 Prozent. Der FTSE-100 der Börse London gewann 35,74 Zähler oder 0,57 Prozent und steht nun bei 6.274,03 Stellen.

Mittlerweile sind positive Konjunkturdaten offenbar auch wieder gute Nachrichten an den Märkten. Laut Börsianern gehen immer mehr Marktteilnehmer davon aus, dass die US-Wirtschaft einen höheren Leitzins nun verkraften könnte. Damit hat die nahende US-Zinswende einen Teil ihres Schreckens verloren. Die US-Notenbank wird in der kommenden Woche darüber entscheiden, ob die erste Zinserhöhung in den USA seit fast 10 Jahren gewagt werden soll.

In Europa standen in der Früh Daten zur Industrieproduktion an. Diese stieg im Oktober um 0,2 Prozent zum Vormonat, während Experten ein Plus von 0,7 Prozent erwartet hatten. Der Rückgang vom September wurde zudem nicht revidiert und liegt damit weiter bei 1,1 Prozent. Weiters hat sich laut den Ergebnissen des Sentix-Konjunkturindikators die Stimmung unter den Anlegern aus dem Euroraum im Dezember zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. Am Nachmittag wird noch die Europäische Zentralbank ihren Monatsbericht zu ihren Anleihekäufen im November präsentieren.

Unter den wenigen Kursverlierern im Euro-Stoxx-50 waren Energiewerte zu finden. So gaben Total 0,20 Prozent ab und Eni verloren 0,62 Prozent. Die Aktien litten unter dem weiter gefallenen Ölpreis. Auch in London rangierten Ölwerte ganz unten im britischen „Footsie“ Index. Royal Dutch Shell sackten 2,28 Prozent ab, BG Group büßten 1,56 Prozent ein und BP verloren im Mittagshandel 1,54 Prozent.

Am Freitag brachen die Kurse für Brent und WTI nach der OPEC-Sitzung deutlich ein. Zunächst waren Gerüchte über eine Ausweitung der Ölförder-Obergrenze am Markt kursiert und die Ölpreise damit belastet. Letztlich konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Das Ölkartell legte keine neue Obergrenze für die Ölförderung und keine Tagesquoten für die Produktion fest.

Electrolux-Aktien brachen 11,21 um Prozent ab. Die schwedische AEG-Mutter hat die milliardenschwere Übernahme der Hausgerätesparte des US-Mischkonzerns General Electric (GE) abgeblasen. Beide Unternehmen gaben am Montag das Ende der Verhandlungen bekannt. Electrolux wollte die GE-Sparte für 3,3 Mrd. Dollar kaufen.

Indessen hat der Pharmakonzern Merck KGaA bei der Entwicklung seines Krebsmedikaments Evofosfamide einen Rückschlag erlitten. Das Mittel erreichte in zwei Phase-III-Studien nicht das Studienziel. Merck werde für Evofosfamide daher nicht die Zulassung zur Behandlung von fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsen- und Weichteilkrebs beantragen. Die Aktien verloren 0,26 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA211 2015-12-07/12:15




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