Letztes Update am Mo, 07.12.2015 14:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Kroatische Parteien verhandeln öffentlich über Regierungsbildung



Zagreb (APA/dpa) - Die tief zerstrittenen Parteien beim jüngsten EU-Mitglied Kroatien streben mit Hilfe eines demokratiepolitischen Experiments eine Einigung an. Erstmals in der Geschichte des Adrialandes übertrugen die wichtigsten Medien des Landes am Montag die Verhandlungen über eine Regierungsbildung live.

Die neu zur drittstärksten Kraft aufgestiegene Partei Most (Brücke) stellte den beiden Großen ein Ultimatum bis zum Ende der Woche: Die bisher regierenden Sozialdemokraten (SDP) und die konservative Oppositionspartei HDZ sollen einem parteilosen Regierungschef zustimmen, der tiefgreifenden Reformen verpflichtet ist.

Nach der Parlamentswahl vor einem Monat können die beiden großen Parteien, die jahrzehntelang die Regierung unter sich ausgemacht hatten, keine eigenen Mehrheiten mehr bilden. Die neue dritte Kraft Most besteht allerdings auf einer All-Parteien-Regierung, um Reformen zu garantieren. Wenn es keine Einigung gibt, stehen Neuwahlen an.




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