Letztes Update am Mo, 07.12.2015 18:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche gestartet. Der DAX konnte sich spürbar von seinem Dämpfer in der Vorwoche erholen. Enttäuschung über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihren Präsidenten Mario Draghi hatte den Leitindex am Donnerstag wieder unter 11.000 Punkte gedrückt. Vor dieser markanten Schwelle schreckte der DAX zum Wochenstart aber erst einmal zurück.

Der deutsche Leitindex DAX ging 1,25 Prozent höher bei 10.886,09 Punkten aus dem Handel. Sein Tageshoch von 10.992 Punkten konnte der Index der 30 wichtigsten deutschen Aktien damit nicht halten. Der MDAX der mittelgroßen Konzerne verzeichnete ein Plus von 1,71 Prozent auf 21.261,07 Zähler. Das Barometer der mittelgroßen Aktienwerte hatte am vergangenen Dienstag ein Rekordhoch bei 21.679 Punkten erreicht. Für Technologiewerte-Index TecDAX ging es zu Wochenbeginn um 1,85 Prozent auf 1.869,32 Punkte hoch.

„Alles scheint derzeit auf eine Jahresendrally hinzudeuten und da sind ein paar störende Worte von der EZB dann vorerst Nebensache“, sagte Aktienhändler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Uwe Eilers von der Geneon Vermögensmanagement sieht den kurzfristigen Schock durch die etwas geringer als erwartet ausgefallene Geldspritze der EZB ebenfalls gut verdaut. Tatsächlich laufe die europäische Wirtschaft schon besser als erwartet, so dass weniger drastische Maßnahmen nötig waren.

Tagesgewinner im DAX waren Vonovia-Aktien mit einem Kursgewinn von 3,38 Prozent. Das Bundeskartellamt hatte grünes Licht für den Zukauf des Wettbewerbers Deutsche Wohnen gegeben. Die Papiere des Übernahmeziels stiegen im MDAX um 3,71 Prozent.

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Das Aus für ein Krebsmittel drückte die Aktien des Darmstädter Pharmaherstellers Merck um 0,63 Prozent nach unten. Der DAX-Konzern stoppte kurz vor dem Ziel die Forschung an seinem Medikamenten-Kandidaten Evofosfamide gegen Bauchspeicheldrüsen- und Weichteilkrebs. Ein Händler sagte: „Das ist zwar keine schöne Nachricht, bietet aber auch keinen Grund, Merck-Aktien abzustrafen.“

Tagesverlierer im DAX waren aber die Titel von RWE mit einem dicken Minus von 2,62 Prozent. Händler sprachen von anhaltenden Gewinnmitnahmen. In der Vorwoche hatten die Anteile an dem Energiekonzern gegen den schwachen Markttrend mehr als 7 Prozent gewonnen. RWE hatte eine Aufspaltung verkündet.

Bei den kleinen Werten sorgten Ferratum-Titel am Nachmittag für Gesprächsstoff. Händlern zufolge hatten vage Gerüchte über ein mögliches Interesse eines Investors aus den USA an dem Finanzdienstleister für Fantasie gesorgt. Es habe eine Empfehlung in einem Börsenbrief gegeben. Die Aktien gewannen schließlich 9,21 Prozent.

Die Papiere des südafrikanisch-deutschen Möbelkonzerns Steinhoff können seit Montag auch in Deutschland gehandelt werden. Bisher waren die Anteile der Poco-Mutter, die eine Palette von Designer- bis Discountmöbeln bietet, nur in Johannesburg notiert. Der erste Kurs auf Xetra lag bei 4,971 Euro, zuletzt wurden 5,075 Euro bezahlt.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA429 2015-12-07/18:18




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