Letztes Update am Mo, 07.12.2015 19:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Andy Warhols transsexuelle Muse Holly Woodlawn mit 69 gestorben



Los Angeles (APA/dpa) - Der Sänger Lou Reed hat sie einst im Lied „Walk on the Wild Side“ verewigt: Holly Woodlawn, transsexuelle Muse von Pop-Art-Künstler Andy Warhol, ist tot. Woodlawn, geboren als Haroldo Danhakl auf Puerto Rico, starb nach Angaben der „New York Times“ vom Montag am Sonntag in Los Angeles an Krebs. Sie wurde 69 Jahre alt.

Haroldo war mit 16 nach New York gekommen und wandelte sich in der Stadt langsam zu Holly. Sie lebte als Frau, war Tänzerin und Fotomodell, ließ aber nie eine Geschlechtsumwandlung vornehmen. Ihren Künstlernamen setzte sie, so schrieb sie in ihren Memoiren, aus dem Namen der Heldin aus „Frühstück bei Tiffany‘s“ und aus dem Woodlawn-Friedhof in der Bronx zusammen.

Paul Morrissey, Warhols Partner beim Filmemachen, wurde auf sie aufmerksam und besetzte sie in den Filmen. Am bekanntesten ist „Trash“ von 1970 - der aber nie großes Publikum fand.

Haroldos/Hollys Weg nach New York wurde später in Lou Reeds Welthit „Walk on the Wild Side“ verewigt. Da heißt es gleich zu Beginn: Holly kam aus Miami, FLA, machte trampend ihren Weg durch die USA, zupfte auf dem Weg ihre Augenbrauen, rasierte ihre Beine, und schon war er eine sie, „she said, hey babe, take a walk on the wild side“.




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