Letztes Update am Mo, 07.12.2015 23:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Experten: Verschleppte Studenten in Mexiko wurden nicht verbrannt



Mexiko-Stadt (APA/dpa) - Über ein Jahr nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an 43 Studenten in Mexiko hat eine Expertengruppe ihre Zweifel an den offiziellen Ermittlungsergebnissen untermauert. Laut der Generalanwaltschaft waren die jungen Männer von der Polizei verschleppt und von Bandenmitgliedern getötet und verbrannt worden.

An dem vermeintlichen Tatort habe es zu dem fraglichen Zeitpunkt allerdings keinen Brand gegeben, teilte das Team der Interamerikanischen Menschenrechtskommission am Montag mit. Das habe die Auswertung von Satellitenaufnahmen ergeben.

Die Studenten der linken Landuniversität Ayotzinapa waren am 26. September 2014 von örtlichen Polizisten in der Stadt Iguala entführt und Mitgliedern der kriminellen Organisation Guerreros Unidos übergeben worden. Mehrere Bandenmitglieder räumten ein, die jungen Männer erschossen und ihre Leichen auf einer Müllkippe verbrannt zu haben. Experten und die Angehörigen der Opfer hegen allerdings Zweifel an der offiziellen Darstellung des Tathergangs.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren