Letztes Update am Di, 08.12.2015 09:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Finanzministerrat: Gramegna bremst bei Einlagensicherung



Brüssel (APA) - Der luxemburgische Finanzminister und EU-Ratsvorsitzende Pierre Gramegna tritt bei der Einlagensicherung als dritten Pfeiler der Bankenunion auf die Bremse. Vor Beginn des EU-Finanzministerrats am Dienstag in Brüssel sagte Gramegna, zuerst müsse das Risiko Schritt für Schritt abgebaut werden.

Es handle sich bei der Einlagensicherung um die dritte Säule der Bankenunion. Nun seien die ersten beiden Schritte - Bankenaufsicht und Abwicklungsmechanismus - gemacht worden, auch der dritte müsse folgen. Aber „wir werden uns darüber einigen, dass Schritt für Schritt jedes Land seine eigenen Garantien geben“ muss. Deshalb „wird das vielleicht in den nächsten Monaten diskutiert werden“.

Die Ablehnung Deutschlands wertete Gramegna so, dass „man diese Position auf der Zeitschiene sehen muss. Deutschland sagt, dass die Länder, die selbst in den Resolutionsfonds einzahlen, dafür sorgen, dass die Banken in ihren Ländern in Ordnung“ gebracht würden. Dann könne man schrittweise eine Einlagensicherung auf europäischer Ebene haben.




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