Letztes Update am Di, 08.12.2015 11:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Handball: Nach Fehlentscheidung kein Videobeweis mehr bei Frauen-WM



Kolding (APA/dpa) - In Sachen Regeländerungen hat der Handball-Weltverband (IHF) den nächsten Rückzieher gemacht. Nachdem fünf ursprünglich geplante Regeländerungen kurz vor dem Start der Frauen-Weltmeisterschaft in Dänemark wieder zurückgenommen worden waren, nimmt die IHF nun aus der laufenden WM auch den Videobeweis wieder heraus. Das teilte der Weltverband am Dienstag mit.

Grund ist eine Fehlentscheidung vom Montag beim Spiel Frankreich gegen Korea (22:22) in der Gruppe C . Ein koreanisches Tor in der 17. Minute war nach Studium der Videobilder durch die IHF-Offiziellen nicht anerkannt worden. Zu Unrecht, wie spätere Analysen durch die IHF ergaben, da der Ball hinter der Linie war. Das Endergebnis wird aber laut IHF wegen einer Tatsachen-Entscheidung nicht geändert, dafür werde der Videobeweis im weiteren Turnierverlauf aber nicht mehr angewendet.

„Fehler können nicht komplett ausgeschlossen werden“, hieß es vom Weltverband, der betont, dass man die Technik aber weiterhin als wichtig erachte. Der Videobeweis war erstmals bei der Männer-WM im Jänner in Katar eingesetzt worden. Damals gab es keine Probleme.

Konsequenzen hat die Fehlentscheidung allerdings für die betroffenen isländischen Schiedsrichter sowie die Offiziellen aus Dänemark und Polen: Sie wurden von der IHF für den Rest der WM ausgeschlossen.




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