Letztes Update am Di, 08.12.2015 11:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen mit Verlusten



Paris/Frankfurt/London (APA/dpa-AFX) - Enttäuschende chinesische Konjunkturdaten haben am Dienstag auch an Europas Börsen für Ernüchterung gesorgt. Vor allem die Rohstoffwerte litten darunter, dass Chinas Außenhandel im November erneut zurückgegangen ist.

Im Sog der schwachen asiatischen Börsen sank der EuroStoxx 50 am späten Vormittag um 0,84 Prozent auf 3.331,90 Punkte. Am Montag hatte der Leitindex der Eurozone noch von einer Gegenbewegung profitiert, nachdem vergangene Woche die Europäische Zentralbank (EZB) die Kurse mit zu zaghaften geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen auf Talfahrt geschickt hatte.

Den anderen Indizes erging es am Dienstag nicht besser: Der Pariser CAC-40-Index fiel um 0,73 Prozent auf 4.721,84 Punkte zurück. Der DAX gab im frühen Handel um 0,16 Prozent auf 10 868,69 Punkte nach. Außerhalb der Eurozone verlor der rohstofflastige FTSE-100-Index in London 0,70 Prozent auf 6.180,15 Punkte.

Aus Branchensicht gab es keine Gewinner. Noch mit am besten hielt sich im marktbreiten Stoxx Europe 600 der Subindex der Lebensmittel- und Getränkehersteller, der lediglich um 0,35 Prozent nachgab. Für die Aktien des Brauereikonzerns AB Inbev ging es dank einer Kaufempfehlung der HSBC sogar um 0,59 Prozent hoch.

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Abgeschlagenes Schlusslicht im Branchenüberblick war hingegen der Rohstoffwerte-Index mit minus 3,54 Prozent. Am härtesten traf es die Papiere von Anglo American: Sie brachen um 7,14 Prozent ein, nachdem der britisch-südafrikanische Bergbaukonzern angekündigt hatte, wegen des Preisverfalls bei Rohstoffen erstmals seit 2009 seine Dividende zu streichen. Zudem strich das Unternehmen seine Investitionspläne zusammen und will durch den Verkauf von Unternehmensteilen mehr einnehmen als bisher geplant.

Dass der Telekomkonzern Orange Kreisen zufolge die Telekommunikations- und Mediensparte von Bouygues kaufen könnte, ließ die Papiere des Mischkonzerns um 2,01 Prozent steigen. Die Diskussionen befänden sich aber noch in einem frühen Stadium, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Orange-Titel gewannen 0,68 Prozent.

Bei Klepierre sorgte die Meldung, dass das Immobilienunternehmen ab dem 21. Dezember den Energiekonzern Electricite de France (EdF) im CAC-40 ersetzt, für Kursgewinne von 1,62 Prozent. Die EdF-Titel büßten hingegen im ohnehin schwachen Branchenumfeld 1,32 Prozent ein.




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