Letztes Update am Di, 08.12.2015 12:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Spanien und Kolumbien wollen im Schatz-Streit verhandeln



Madrid (APA/dpa) - Spanien und Kolumbien wollen nach der Entdeckung eines Schiffwracks über den darin vermuteten Milliardenschatz verhandeln. Wie in der Nacht auf Dienstag aus dem Madrider Kulturministerium verlautete, verständigte sich der spanische Staatssekretär Jose Maria Lassalle in einem Telefongespräch mit der kolumbianischen Kulturministerin Mariana Garces darauf, den Streit auf diplomatisch beizulegen.

Das Wrack der spanischen Galeone „San Jose“ war in der Karibik entdeckt worden. Beide Länder erhoben Ansprüche auf das Schiff, das 1708 nach einem Gefecht mit einem englischen Flottenverband vor der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena gesunken war. An Bord sollen Goldmünzen und Smaragde im Wert von drei bis 17 Milliarden US-Dollar gewesen sein. Bisher konnten Wissenschafter allerdings nur Kanonen und Keramikgefäße mit einer Unterwasserkamera filmen.

Spaniens Außenminister Jose Manuel Garcia-Margallo soll nun mit seiner kolumbianischen Amtskollegin Maria Angela Holguin Gespräche führen. Spanien stützt seine Ansprüche unter anderem auf eine Konvention der UNESCO über den Schutz von Gütern auf dem Meeresgrund. Nach diesem Abkommen gehörten gesunkene Kriegsschiffe dem Staat ihrer Herkunft, argumentiert die Regierung in Madrid. Kolumbien wies demgegenüber darauf hin, dass es die Konvention nicht unterzeichnet habe.

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