Letztes Update am Di, 08.12.2015 14:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen weiten Verluste im Verlauf aus



Frankfurt am Main (APA) - Die wichtigsten Aktienmärkte Europas sind heute, Dienstag, im Verlauf noch tiefer ins Minus gerutscht. Bereits Vormittags hatten schwache Wirtschaftsdaten aus China belastet. Der Euro-Stoxx-50 fiel bis gegen 13.45 Uhr um 51,45 Einheiten oder 1,53 Prozent auf 3.308,76 Punkte.

Der DAX in Frankfurt notierte mit 10.716,32 Punkten und minus 169,77 Einheiten oder 1,56 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London fiel um 71,46 Zähler oder 1,15 Prozent und steht nun bei 6.152,07 Stellen.

Bereits die asiatischen Handelsplätze waren von schwachen chinesischen Außenhandelsdaten belastet worden. So war bekannt geworden, dass der Außenhandel Chinas im November um 4,5% zum Vorjahresmonat und somit den neunten Monat in Folge gesunken war.

Die Sorgen um Chinas und damit auch das globale Wachstum ließen auch die Kurse von Rohstoffen einknicken. Nachdem der Preis für Eisenerz bereits am Montag auf seinen Tiefststand seit 2009 gefallen war, ging es für ihn weiter bergab auf ein Zehnjahres-Tief.

Unter den sehr schwachen Rohstoffwerten traf es die Aktien von Anglo American hart: Sie brachen um 8,79 Prozent ein, nachdem der britisch-südafrikanische Bergbaukonzern angekündigt hatte, wegen des Preisverfalls bei Rohstoffen erstmals seit 2009 seine Dividende zu streichen. Zudem kürzte das Unternehmen seine Investitionspläne zusammen und will durch den Verkauf von Unternehmensteilen mehr einnehmen als bisher geplant.

Deutsche Bank verloren 2,76 Prozent. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat schwere Vorwürfe gegen das Geldhaus erhoben. Es bestehe der Verdacht, dass die Bank ihre Mitarbeiter gezielt auf Zeugenaussagen im Strafprozess gegen Co-Chef Jürgen Fitschen vorbereite und in Probeverfahren (Mock Trial) einstudiere, sagte Staatsanwalt Stephan Necknig vor dem Landgericht München. Dabei gehe es darum, den Zeugen zu sagen, was sie in dem Verfahren um versuchten Prozessbetrug im Fall Kirch sagen sollen. „Und wozu sie besser nichts sagen.“

Die Anschläge in Paris am 13. November haben den Umsatz der Fluggesellschaft Air France-KLM schrumpfen lassen. In den Tagen nach den Anschlägen seien deutlich weniger Menschen von und nach Paris geflogen, teilte die Airline mit. Die negativen Folgen der Anschläge auf die Bilanz des Monats November beliefen sich demnach auf rund 50 Mio. Euro. Die Buchungszahlen erholten sich langsam, der Kurs der Aktie hob sich auch um 0,78 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA215 2015-12-08/14:01




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