Letztes Update am Di, 08.12.2015 15:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


UNHCR kritisiert Trump-Forderung nach Einreisetopp für Muslime



Washington/Genf (APA/dpa) - Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die Forderung des US-Milliardärs Donald Trump nach einem Einreiseverbot für Muslime kritisiert. „Wir sind besorgt, dass solche Wahlkampf-Rhetorik ein wichtiges Programm zur Aufnahme syrischer Kriegsflüchtlinge in den USA gefährdet“, sagte UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming am Dienstag in Genf.

Trump, ein führender Bewerber um die Kandidatur der Republikaner im Rennen um das Weiße Haus 2016, hatte am Montag dazu aufgerufen, Muslimen die Einreise zu verwehren. Die US-Regierung unter Präsident Barack Obama hatte wenige Tage vor den Anschlägen in Paris verkündet, 10.000 Flüchtlinge aus Syrien aufnehmen zu wollen.

Äußerungen wie die von Trump würden Menschen schaden, die vor einem Krieg fliehen, den die Welt nicht zu stoppen weiß, erklärte Fleming. Mittlerweile hätten sich rund 40 Gouverneure der 50 US-Bundesstaaten gegen das Umsiedlungsprogramm für Syrer ausgesprochen. Dabei seien Flüchtlinge, die in USA einreisen „die am genauesten überprüften“ von allen. Zwischen dem Beginn der Überprüfung und der Einreise würden zwei Jahre vergehen. „Es wäre eine Schande, sollte dieses Programm zu einer Zeit gestoppt werden, da die Hilfe für Opfer von Terrorismus und Gewalt, die aus ihrer Heimat fliehen, verstärkt werden müsste.“




Kommentieren