Letztes Update am Di, 08.12.2015 16:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Extremisten bedrohen kurdische Enklave im Nordwesten Syriens



Damaskus (APA/dpa) - Im Nordwesten Syriens geraten Kurden unter immer größeren Druck islamistischer Extremisten. Die kurdische Enklave Afrin werde seit Ende November vom syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida und anderen radikal-islamischen Gruppen angegriffen, hieß es am Dienstag aus kurdischen Kreisen.

Die Situation sei kritisch. Wenn die Extremisten weitere Unterstützung bekämen, könnten sie Gebiete der Kurden einnehmen.

Die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) kontrollieren im Norden Syriens an der Grenze zur Türkei größere Regionen, in denen die Kurden in mehreren Kantonen eine Selbstverwaltung errichtet haben. Einige Gebiete konnten sie von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) erobern. Hilfe erhalten die Kurden von der US-geführten Koalition, die in Syrien Luftangriffe auf IS-Stellungen fliegt.

Der Präsident der kurdischen Autonomiegebiete im Nordirak, Massud Barsani, hatte die internationale Gemeinschaft am Montag dazu aufgerufen, Afrin zu retten. Tausende Menschen in dem Gebiet litten unter einem Mangel an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung, erklärte er nach Angaben der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw.

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