Letztes Update am Di, 08.12.2015 16:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Urteil: Russland muss Tschetschenen hohen Schadensersatz zahlen



Straßburg (APA/dpa) - Russland muss den Familien von vier Tschetschenen 260.000 Euro Schadensersatz zahlen. Zu diesem Urteil kam der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am Dienstag in Straßburg. Russische Soldaten hätten die Männer in den Jahren 2000 - 2004 in Tschetschenien festgenommen und zwei von ihnen erschossen, klagten die Familien. Die zwei anderen Männer seien bis heute spurlos verschwunden.

Die Familien bemängelten die wirkungslosen Untersuchungen der russischen Justiz, um die Fälle aufzuklären.

Die russische Regierung gab an, die Schuld der russischen Soldaten am Tod der Männer oder an ihrem Verschwinden sei nicht bewiesen. Der EGMR gab den Familien Recht. Russland habe die Fälle nicht gründlich genug untersucht und habe wegen des Leids der Familien gegen das Verbot menschenunwürdiger Behandlung verstoßen. Gegen das Urteil kann Berufung beantragt werden, die der EGMR aber auch ablehnen kann.

~ WEB http://www.echr.coe.int/echr/ ~ APA291 2015-12-08/16:31

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