Letztes Update am Di, 08.12.2015 16:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichen von elf Flüchtlingen im Atlantik entdeckt



Rabat (APA/AFP) - Die marokkanische Marine hat am Dienstag die Leichen von elf afrikanischen Bootsflüchtlingen im Atlantik entdeckt. Ihr Schiff sei in schlechtem Wetter rund 140 Kilometer südlich von Boujdour in der Westsahara gekentert, berichtete die amtliche marokkanische Nachrichtenagentur MAP unter Berufung auf örtliche Behördenvertreter.

Die Flüchtlinge waren demnach auf dem Weg zu den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln.

Erst am Montag hatte die spanische Küstenwache 47 afrikanische Flüchtlinge im Atlantik gerettet, die ebenfalls zu den Kanarischen Inseln unterwegs waren. Sie wurden südlich von Gran Canaria aufgegriffen.

Die Fluchtroute zu den Kanaren war vor zehn Jahren stark frequentiert, nach Abkommen zwischen Spanien und den afrikanischen Herkunftsländern hatte die Zahl der Flüchtlinge aber deutlich abgenommen. Lag ihre Zahl im Jahr 2006 bei 30.000, kamen 2014 nur 296 Flüchtlinge auf die Kanarischen Inseln. Die jüngsten Vorfälle könnten darauf hindeuten, dass die Route nun wieder vermehrt Flüchtlinge aus Westafrika anzieht.




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