Letztes Update am Di, 08.12.2015 16:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Papst betete an Mariensäule und begrüßte kranke Pilger



Rom/Vatikanstadt (APA) - Nach der Eröffnung des Heiligen Jahres hat sich Papst Franziskus am Dienstag in die römische Innenstadt begeben, um zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens an der Mariensäule bei der Spanischen Treppe zu beten. Tausende Römer und Touristen warteten auf den Papst, der sich nach dem Gebet mit vielen Kranken unterhielt, sie streichelte und ihnen ermutigende Worte zusprach.

Der Papst, der an Bord eines Wagens mit offenen Fenstern die Spanische Treppe erreicht hatte, wurde vom römischen Kardinalvikar Agostino Vallini empfangen wurde. Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden ergriffen. „Viva il papa!“ (Es lebe der Papst), riefen die Pilger dem Heiligen Vater zu.

Die Mariensäule wurde 1856 errichtet, um an das von Papst Pius IX. zwei Jahre zuvor erlassene Dogma der Unbefleckten Empfängnis Marias zu erinnern. Pius IX. hatte mit der Proklamierung eine seit dem Frühchristentum verbreitete Glaubensüberzeugung zum Dogma erhoben. Es besagt, dass Maria bei der Empfängnis durch ihre Mutter Anna unbefleckt und somit von der allgemeinen Schuldverflochtenheit („Erbsünde“) ausgenommen war. Der 8. Dezember ist in vielen katholisch geprägten Ländern bis heute staatlicher Feiertag.

Nach dem Gebet bei der Mariensäule machte Franziskus wie schon im Vorjahr einen Abstecher zur römischen Basilika Santa Maria Maggiore. Der Besuch der vier Papstbasiliken - Peterskirche, Lateranbasilika, Basilika Santa Maria Maggiore und Patriarchalbasilika Sankt Paul außerhalb der Mauern - gehört zu den festen Programmpunkten eines jeden Jubiläumsjahres. In jeder Basilika befindet sich eine Heilige Pforte, wovon zumindest eine im Lauf des Pilgerwegs durchschritten werden sollte.




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